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Unfall

Nach Elektrozaunklau: Zug rast in Schafherde

Die toten Schafe werden durch den Besitzer abtransportiert
am
13.08.2019
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Ein Regionalzug ist auf dem Weg von Korbach nach Wolfhagen in eine Schafherde gerast. Alle 21 Tiere verendeten. Dass die Schafe überhaupt auf die Gleise gelangen konnten, lag offenbar an einem Dieb.

Die toten Schafe werden von den Gleisen abtransportiert

Mit rund 90 Stundenkilometer hat ein Zug auf dem Weg von Korbach nach Wolfhagen am Montagmorgen (12. August) eine Schafherde erfasst. Bei dem Zusammenstoß in Twistetal-Berndorf in Hessen verendeten alle 21 Tiere, wie die Bundespolizei Kassel mitteilte.

Die Schafe waren offenbar ausgebüxt. Ein bisher Unbekannter soll das Elektrozaungerät und Teile des Zauns in der Nacht zuvor gestohlen haben. „Die Schafe sind wahrscheinlich durch einen Mopedfahrer oder einen Hund aufgeschreckt worden und von der Weide gerannt“, sagte Roland Repp, Sprecher der Bundespolizei zur Hessenschau.

Zugunfall: Reisende und Lokführer unverletzt

Trotz Schnellbremsung konnte der Lokführer den Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen. Der Unfall passierte gegen 6:30 Uhr. Es gab keine Personenschäden. Die insgesamt 15 Fahrgäste in der Bahn kamen mit dem Schrecken davon.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten war die Bahnstrecke gesperrt, zeitweise wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Gegen 10 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder ungehindert stattfinden. Den Sachschaden schätzt die Bundespolizei auf rund 5.000 Euro.

Polizei Kassel ermittelt wegen Diebstahl

Wer Angaben zu dem Diebstahl machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/81616-0 oder der kostenfreien Servicenummer 0800/6888000 zu melden.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel erreichen Sie auch unter www.bundespolizei.de.

Mit Material von Bundespolizeiinspektion Kassel, Hessischer Rundfunk
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