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Geflügel

England: Eierindustrie droht mit Klage

von , am
05.01.2012

London - Die englische Regierung weigert sich, für illegal erzeugte Käfigeier und Fertigprodukte ein Einfuhrverbot zu verhängen. Die Eierindustrie droht deshalb mit einer Klage.

Die Eier aus dem Betrieb Aiterhofen könnten mit Salmonellen kontaminiert sein. © Mühlhausen/landpixel
Als ersten Schritt zur förmlichen Einleitung eines Klageverfahrens übersandte der Rat der Britischen Eierindustrie (BEIC) dem Landwirtschaftsministerium jetzt eine schriftliche Aufforderung zur Stellungnahme. Das Ministerium hat für seine Antwort 14 Tage Zeit. Fällt sie unbefriedigend aus, will die Branchenorganisation klagen. Nach Auffassung des BEIC interpretiert die Regierung die Rechtslage falsch. Sie dürfe sehr wohl ein nationales Importverbot gegen Eier und Lebensmittel mit verarbeiteten Eiern aus konventioneller Käfighaltung erlassen, so der Verband.

Regierung will verschärfte Einfuhrkontrollen

Die EU-Legehennenrichtlinie verbietet herkömmliche Legebatterien seit dem 1. Januar 2012. Laut BEIC haben 13 Mitgliedstaaten die Richtlinie nicht umgesetzt, während die britischen Erzeuger umgerechnet 479 Millionen Euro in die Umrüstung ihrer Haltungssysteme investierten.
 
er BEIC fordert das Landwirtschaftsministerium auf, durch einen Einfuhrstopp für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. Bislang ist die Regierung nur zu verschärften Einfuhrkontrollen von Schaleneiern bereit. Fertigprodukte sollen nicht auf die Verwendung von Käfigeiern untersucht werden.

Geflügelforum 2011: Tierschutz im Fokus (Mai 2011)

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