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Geflügel

Erste Anzeichen für Trendwende in der deutschen Legehennenhaltung

von , am
23.11.2009

Bonn - Nach dem starken Rückgang der deutschen Eierproduktion sieht die Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) in den jüngsten Zahlen zur Bruteiereinlage ein erstes Anzeichen für eine baldige Trendwende.

© agrarfoto.com

Laut Angaben der MEG wurden im September 2009 rund 10,22 Millionen Bruteier eingelegt; das waren 14,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Aus diesen Ergebnissen errechnet sich gemäß der Kalkulation der Marktbeobachter für Januar 2010 ein Legehennenbestand von 39,6 Millionen Tieren, was im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme um 1,3 Millionen Hennen oder 3,1 Prozent bedeuten würde. Die daraus für Januar 2010 abgeleitete potentielle Eierproduktion beläuft sich der MEG zufolge auf 916 Millionen Stück; das wären 3,0 Prozent weniger als im ersten Monat dieses Jahres.

Aufgrund des zuletzt sehr schwankenden Außenhandels mit Legeküken sei die Berechnung der eingestallten Legeküken für September und davon abgeleitet die Hochrechnung des Bestandes für Februar noch nicht auf solider Basis möglich, stellten die Marktexperten weiter fest. Im September 2009 schlüpften in den deutschen Brütereien nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes 3,695 Millionen Legeküken, was gegenüber dem betreffenden Vorjahresmonat einem Rückgang von 14,9 Prozent entsprach.

Kumuliert über die ersten neun Monate schlüpften 30,43 Millionen Legeküken; das waren 6,3 Prozent weniger als von Januar bis September 2008. In den Niederlanden stehen die Zeichen der MEG zufolge dagegen auf Wachstum: Nach ihren Berechnungen, die auf der Basis der von der Wirtschaftsgruppe für Vieh, Fleisch und Eier (PVE) veröffentlichten Zahlen zu den Kükeneinstallungen erfolgten, dürften in den Niederlanden im Februar 2010 rund 34,9 Millionen beziehungsweise 3,1 Prozent mehr Legehennen eingestallt sein als ein Jahr zuvor. (AgE)

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