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Wolfsmanagement Brandenburg

Erster Antrag auf Wolfsentnahme abgelehnt

Wolf im Wald
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Katharina Krenn, agrarheute
am
07.03.2018

Kurz nach Inkrafttreten der neuen Wolfsverordnung in Brandenburg, stellte ein Weidehalter einen Antrag zum Abschuss. Dieser wurde jetzt vom Amt abgelehnt.

Am zweiten Februar trat in Brandenburg die Wolfsverordnung in Kraft, die unter anderem festlegt, dass Problemtiere auf Antrag entnommen werden dürfen. Es ist die bundesweit erste Regelung dieser Art. Ein Landwirt aus Potsdam-Mittelmark stellte postum den ersten Antrag auf Abschuss eines Wolfsrudels. Er hatte im vergangenen Herbst trotz Zaun zwei Rinder durch Wolfsrisse verloren. Jetzt wurde der Antrag vom Umweltamt geprüft und abgelehnt, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Voraussetzungen nicht erfüllt

Laut Umweltministerium seien für eine Entnahme die Voraussetzungen nicht erfüllt, denn die Wolfsrisse erfolgten im März und Oktober vergangenen Jahres. Damals sei die Wolfsverordnung noch nicht rechtswirksam gewesen und könne deshalb nicht herangezogen werden.

Seit Herdenschutz kein Wolfsriss mehr

Zudem müssten die Landwirte laut Verordnung vor einem Abschuss erst entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. „Erst wenn Wölfe mehrfach als wolfssicher anerkannte Zäune überwinden, kann die sogenannte Entnahme geprüft werden. Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, können Wölfe auch nicht entnommen werden“, sagte Thomas Frey, Sprecher des Potsdamer Landesumweltamtes. Seit der betroffene Weidehalter mit finanzieller Förderung wolfssichere Zäune eingerichtet hat, habe es keinen Wolfsriss mehr gegeben.

Mit Material von Berliner Zeitung
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