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Geflügel

Erster Herkunftsnachweis für verarbeitete Eier

von , am
01.03.2011

Bonn - Seit diesem Jahr bietet der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) sein Prüfsiegel "Kontrolliert durch KAT" auch für "aufgeschlagene" Eier an.

Das Unternehmen Bayern-Ei darf vorläufig keine Eier mehr verkaufen. © Mühlhausen/landpixel
Das neue Siegel "Herkunft der Eier - kontrolliert durch KAT" ist für Lebensmittel bestimmt, bei deren Herstellung nachweislich auf Käfigeier verzichtet wurde.
 
Damit biete das direkt auf die Verpackung gedruckte Siegel den Verbrauchern jetzt auch bei eihaltigen Produkten die Transparenz und Rückverfolgbarkeit, die sie vom Eierkauf gewohnt seien, betonte KAT in einer Pressemitteilung.

Stufenübergreifende Herkunftssicherung

Mit Hilfe eines datenbank-gestützten, chargenbasierten Kontrollsystems zur Absicherung der Warenbewegungen werde dafür Sorge getragen, dass sich die Eier in einem geschlossenen System befänden, erläuterte der Verein. Die Auslobung erfolge nur, wenn die gesamte Prozesskette vom Legebetrieb bis zum Keks- oder Nudelfabrikanten in das System einbezogen werde, denn nur so sei eine stufenübergreifende Herkunftssicherung möglich.

Teilnahme am KAT-Kontrollsystem

Im Gegensatz zu loser Ware, deren Herkunft sich bereits anhand der aufgedruckten Nummer eindeutig identifizieren lasse, sei dies für verarbeitete Eier bislang der erste derartige Herkunftsnachweis. Dieser sei durch den steigenden Druck auf die verarbeitende Industrie, in Fertigkuchen, Keksen und Nudeln ausschließlich Eier aus Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung zu verwenden, notwendig geworden, nachdem der Handel beim Verkauf von Konsumeiern mittlerweile fast vollständig auf Käfigware verzichte. Eine Voraussetzung für die Teilnahme am KAT-Kontrollsystem sei die Zertifizierung nach International Food Standard (IFS) oder British Retail Consortium (BRC). (AgE)
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