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Tiermedizin

Erweitertes Umwidmungsverbot für Antibiotika

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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
20.12.2017

Das Bundeskabinett erweitert das Umwidmungsverbot für Arzneimittel mit bestimmten Antibiotika.

Das Bundeskabinett hat die lang angekündigte zweite Änderung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV) beschlossen. Ziel ist die Minimierung der Anzahl antibiotischer Behandlungen auf das therapeutisch notwendige Maß.

Eine zentrale Maßnahme, um die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen einzudämmen. Die Wirksamkeit von Antibiotika soll so erhalten bleiben.

Tierärztliche Versorgung nicht gefährdet

Neu ist die Erweiterung des Umwidmungsverbotes für Arzneimittel, die Cephalosporine der dritten und vierten Generation und Fluorchinolone enthalten. Betroffen sind unter anderen die Tierarten Rind und Schwein. Diese Regelung gilt nicht, wenn die tierärztliche Versorgung der Tiere gefährdet ist.

Weiterhin wird eine Antibiogrammpflicht eingeführt, die jedoch an eine Reihe von Bedingungen geknüpft ist. Zur Probenahme werden konkrete Vorgaben festgelegt. Schließlich werden die notwendigen Nachweise durch den Tierarzt vorgegeben.

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