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Geflügel

Fall von milder Vogelgrippe im Emsland

von , am
02.05.2013

Hannover/Meppen - Bei Eigenkontrollen wurde bei Legehennen in einer Freilandhaltung im Landkreis Emsland die milde Form der Vogelgrippe (Typ H7) festgestellt.

H5N1: 38.000 Legehennen eines niedersächsischen Betriebs sind betroffen. © Sven Brentrup/aboutpixel.de
Betroffen sind rund 34.500 Legehennen in Freilandhaltung, die nun tierschutzgerecht getötet werden müssen. Für Menschen besteht keine Gefahr.
 
Wie auch bei den drei aufgetretenen Fällen in Putenbeständen im Landkreis Osnabrück sind Maßnahmen für ein niedrig pathogenes Influenzageschehen sofort eingeleitet worden.

Sperrgebiet errichtet

Es wurde ein Sperrgebiet von einem Kilometer um den Ausbruchsbetrieb errichtet. In diesem Sperrgebiet befindet sich eine weitere Geflügelhaltung mit rund 10.000 Tieren. Geflügel darf im Sperrgebiet nicht transportiert werden. Gibt es 21 Tage nach Reinigung und Desinfektion des Betriebes keinen neuen Fall, können diese Maßnahmen wieder aufgehoben werden.

Epidemiologische Ermittlungen

Weiterhin werden epidemiologische Ermittlungen durchgeführt, um gegebenenfalls die Ursache sowie Kontaktbetriebe festzustellen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand gibt es keine Kontakte zum Vogelgrippegeschehen im Landkreis Osnabrück.

Vogelgrippe breitet sich aus

Die niedrigpathogene aviäre Influenza vom Typ H5 wurde in den zurückliegenden Monaten in Geflügelkleinstbeständen in Schleswig-Holstein und Hessen sowie in einem Entenmastbestand in Brandenburg festgestellt. Ein Kleinstbestand in Nordrhein-Westfalen war im März dieses Jahres vom Typ H7 betroffen; dieser Typ wurde vor einigen Monaten auch in Haltungen von Freilandhennen im Gelderland und Flevoland in den Niederlanden festgestellt.
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