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Nachweis in amtlicher Untersuchung:

Fipronil in Bio-Eier aus den Niederlanden

Eier-auf-Leuchtband
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
11.06.2018

Das Insektizid Fipronil wurde über den zulässigen Rückstandshöchstgehalt in Eiern eines Bio-Legehennenbetriebs aus den Niederlanden nachgewiesen.

Die Substanz Fipronil wurde bei der amtlichen Untersuchung von Eiern im Niedersächsischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES) nachgewiesen. Die Werte in den Eiern eines Bio-Legehennenbetriebs aus den Niederlanden lagen über dem zulässigen Rückstandshöchstgehalt.

Die Eier wurden in einer Packstelle im Landkreis Vechta beprobt. Es wurden Gehalte zwischen 0,007 bis 0,014 mg/kg Fipronil festgestellt - der zulässige Höchstgehalt liegt bei 0,005 mg/kg.

Somit sind die Eier nicht verkehrsfähig und wurden vom Markt genommen. Außerdem wurden die niederländischen Behörden unterrichtet. 

Niederlande: Immer wieder erhöhte Fipronil-Gehalte

Im Jahr 2017 kam es zum Eierskandal: Das Insektizid Fipronil wurde illegal in Legehennenbetrieben zur Parasitenbekämpfung verwendet. Es kam in erheblichen Umfang zum Rückruf von Eiern und Eiprodukten. Deshalb wurde Fipronil in den Nationalen Rückstandskontrollplan (NRKP) aufgenommen. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde nun die Belastung nachgewiesen.

Die Befunde passen zu aktuellen niederländischen Presseberichten. In den wird von erhöhten Fipronilrückständen in Eiern seinerzeit gesperrter Betriebe berichtet.

Laut Pressemitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums liegen die ermittelten Werte weit unterhalb eines Gehalts, bei dem ein gesundheitliches Risiko besteht. Das Ministerium beruft sich auf die Basis der Bewertung des Bundesamts für Risikobewertung (BfR).

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