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Eierpreise

Fipronil-Skandal macht Eier teurer

Eier in Verpackung
© imago/Lem
von am
05.01.2018

Der Fipronil-Skandal aus dem Sommer 2017 wirkt sich jetzt auf die Verbraucherpreise aus. Aldi Nord und Aldi Süd bestätigen Preiserhöhungen an der Ladentheke um ein bis zwei Cent je Ei. Rewe zieht nach eigenen Angaben nach.

Der Skandal um Fipronil belastete Eier sorgt jetzt, rund ein halbes Jahr später, für Auswirkungen auf die Verbraucherpreise. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verteuern sich Eier je nach Haltungsform an den Ladentheken um ein bis zwei Cent das Stück.
Aldi Nord und Aldi Süd bestätigten am Donnerstag auf dpa-Anfrage diese Preiserhöhungen in ihren Filialen.

Und auch ein Rewe zieht nach. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers werden sowohl in Rewe- als auch in Penny-Supermärkten ähnliche Eierpreissteigerungen erfolgen.

Als Auslöser der Preiserhöhungen gilt der Fipronil-Skandal im Sommer des vergangenen Jahres. Das für die Legehennenhaltung nicht zugelassene Insektizid war vor allem in Belgien und den Niederlanden, aber auch hierzulande als nicht deklarierter Bestandteil von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in die Tierbestände gelangt. In der Folge wurden nicht nur Millionen von Eiern vernichtet, sondern auch Betriebe gesperrt, Legehennenbestände gekeult bzw. aufwendig entgiftet. Das sorgte für einen Rückgang der Eierproduktion und nun für einen deutlichen Preisanstieg.

Abfragen der AMI zufolge wurden in den ersten Supermärkten die Preiserhöhungen bereits umgesetzt. Weitere sollen zeitnah folgen.

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