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Fleischatlas 2018: Das sind die 12 Lektionen

Cover Fleichatlas
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Anke Fritz, agrarheute
am
10.01.2018

Der neue Fleischatlas vom BUND und anderen Umweltverbänden ist erschienen und will zeigen wie eine bessere Tierhaltung funktionieren kann.

Der Fleischatlas 2018 ist eine gemeinsame Veröffentlichung von BUND, der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde Diplomatique und erscheint bereits zum 4. Mal. "Mit diesem neuen Atlas möchten wir zeigen, dass es viele politische Instrumente gibt, die zu einem vernünftigen und grundlegenden Umbau der Tierhaltung führen können. Auf Bundes- und EU-Ebene müssen dafür die politischen Weichen gestellt werden", heißt es im Vorwort. Gleich darauf folgen die "12 Lektionen über Fleisch und die Welt".

Das sind die "12 kurzen Lektionen" von BUND&Co

  1. Ein geringerer Fleischkonsum, weniger Tiere und eine umweltschonende Tierhaltung – das sind klimafreundliche, wirksame Mittel für globale Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
  2. Eine bessere Tierhaltung funktioniert nur mit weniger Fleischkonsum. Industrieländer sollten ihn um die Hälfte reduzieren.

  3. Die Gründe müssen überzeugend erklärt werden. Viele Menschen in Deutschland sind offen dafür.

  4. Damit die Tierhaltung der Zukunft gesellschaftlich akzeptiert wird, muss sie den Bedürfnissen der Tiere besser angepasst werden.

  5. Auf Fleisch und Wurst sollte eine verpflichtende staatliche Kennzeichnung über die Art der Tierhaltung gut sichtbar angebracht sein.

  6. Die knapp 60 Milliarden Euro die die EU jährlich im Rahmen ihrer Agrarpolitik ausgibt, sollten vorrangig in eine ökologische und tiergerechte Landwirtschaft fließen.

  7. Das Grundwasser kann vor den Nitraten aus der Tierhaltung geschützt werden, indem die Zahl der Tiere pro Fläche begrenzt und ein strengeres Düngerecht eingeführt wird.

  8. Das Tierwohl  kann gesichert werden, wenn strenge Standards für alle Nutztiere definiert sind und die Behörden deren Umsetzung kontrollieren.

  9. Supermärkte haben aufgrund ihrer Marktmacht viel Gestaltungspotential. Ihre Initiativen zum Tierschutz müssen ambitioniert und mehr als nur Werbung sein.

  10. Das Internet kann für kleine und mittlere Betriebe ein lukrativer Marktplatz sein. Sie komminizieren intensiv mit ihrer Kundschaft – das unterscheidet sie von den Massenanbietern.

  11. Vom Laborfleisch bis zur Insektenzucht – auf vielen Wegen kann die Fleischproduktion mit technischen Mitteln nachhaltiger werden und ohen Tierleid auskommen.

  12. Wird das ganze Tier gegessen und nicht nur seine besten Stücke, steigt dessen Wertschätzung – und das Verscherbeln der verschähten Teile in die ganze Welt geht zurück.

     

Mit Material von Fleischatlas
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