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Wissenschaft

Forschung für die Landwirtschaft: EIP agri

Schwein-draussen-mit-Ringelschwanz
am
29.08.2019
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Das Kürzel EIP agri steht für die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“. Damit möchte die Europäische Union Innovationen im landwirtschaftlichen Bereich voranbringen - zum Beispiel wenn es um das Halten von Schweinen mit Ringelschwanz geht.

Die Europäische Union (EU) möchte mithilfe der europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-Agri) frischen Wind ins landwirtschaftliche Innovationsgeschehen bringen.

Durch dieses Projekt mit neuem Bottom-up-Ansatz sollen sogenannte Operationelle Gruppen (OGs) einen besseren Austausch zwischen Praxis und Forschung fördern. Die OGs werden künftig zu Keimzellen einer innovativen Projektarbeit, die eine nachhaltige und produktive Land- und Forstwirtschaft zum Ziel hat.

Landwirtschaft: produktiver aber mit weniger Ressourcen

EIP agri Logo

Der Gedanke der EU-Kommission ist einfach: Künftig soll "Mehr mit Weniger" produziert werden. Das heißt, die Land- und Forstwirtschaft soll zum einen produktiver werden, aber zum anderen gleichzeitig bei der Produktion weniger Ressourcen verbrauchen, also nachhaltiger werden.

Ziel ist die quantitative und qualitative Lücke, die zwischen der derzeitigen Produktionsweise und einer ressourcenschonenderen klafft, durch Innovationen zu schließen. Dabei kann es sich um Produktinnovationen handeln, wie zum Beispiel einen neuen Abluftfilter im Stall, und auch um Prozessinnovationen, die vorhandene Technologien in einen neuen Kontext bringen.

Als Beispiel mag hier GPS dienen, das einst vom Militär entwickelt wurde, dann mit precision farming in der Landwirtschaft zum Einsatz kam und heute in jedem PKW als Navigationshilfe zu finden ist.

Viele Projekte zu Innovationen in der Landwirtschaft

Es gibt bundesweit insgesamt 194 bewilligte OGs . Ein Beispiel ist das Caudophagie-Projekt aus Thüringen, in dem es um die Etablierung eines praxiserprobten Beratungs- und Managementsystems zum Thema Schwanzbeißen geht.

Ziel war es, zu erfahren, was getan werden muss, um Ferkel mit unkupierten Schwänzen erfolgreich aufziehen und mästen zu können.

Mit Material von Netzwerk ländlicher Raum
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