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Geflügel

Frankreich: 'EU verliert Marktanteile'

von , am
22.10.2013

Paris - Der französische Ausschuss für Geflügel kritisiert im Hinblick auf den verstärkten Wettbewerb die Entscheidung der EU-Kommission die Exporterstattungen für Geflügelfleisch zu streichen.

Hähnchenschenkel stehen derzeit reichlich zur Verfügung. © Mühlhausen/landpixel
Mit Blick auf die Entscheidung der EU-Kommission vom Juli 2013, die Exporterstattungen für Geflügelfleisch auf Null zu setzen, hat in Frankreich der interprofessionelle Ausschuss für Geflügel seine Kritik an dieser Entscheidung bekräftigt und die Politik vor den Folgen gewarnt. Der Ausschuss verwies nun auf die Konkurrenz am Weltmarkt für Geflügelfleisch, insbesondere aus Brasilien. Aktuell litten der europäische wie der Weltmarkt unter einem starken Preisverfall.
 
Ursache dafür sei ein Verlust der Marktanteile französischer und europäischer Lieferanten an internationale Akteure. Um Zugang zu diesen "neuen" Marktanteilen zu haben, schlügen die Exporteure immer niedrigere Preise vor, heißt es weiter.

EU-Handel verliert an Bedeutung

Der Ausschuss betonte unter Verweis auf eine Studie des Instituts für Geflügelwirtschaft (Itavi) von November 2012, dass die Bedeutung der Europäischen Union im weltweiten Geflügelhandel in den vergangenen 18 Jahren deutlich zurückgegangen sei. Mit Blick auf diese Situation forderte der Ausschuss Sofortmaßnahmen seitens der Politik. Darüber hinaus will er einen Begleitplan für die heimische Geflügelbranche ausarbeiten, um die Schwierigkeiten im Export zu überwinden. Dieser soll demnächst auch in Paris und Brüssel unterbreitet werden.
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