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Freilandeier: Australien will einheitliche Kennzeichnungsregeln

von , am
25.06.2014

Canberra - Australien plant landesweit einheitliche Kennzeichnungsregeln für Freilandeier. Darauf haben sich die Verbraucherschutzminister der Bundesstaaten geeinigt. Sie reagieren auf Verbraucherproteste.

Der Eiermarkt ist derzeit ausgeglichen. Die Preisschwäche von Anfang Januar setzt sich nicht fort. Der Lebensmitteleinzelhandel fragt stetig nach. © rdnzl - Fotolia.com
In Australien haben sich die Verbraucherschutzminister der Bundesstaaten darauf geeinigt, eine landesweit einheitliche Regelung zur Kennzeichnung von Freilandeiern auf den Weg zu bringen. Presseberichten zufolge gibt es bisher nur im kleinen Hauptstadtdistrikt von Canberra und in Queensland gesetzliche Bestimmungen, die beispielsweise die erlaubte Besatzdichte regeln.
 
Nachdem die Vorschriften im Bundesstaat Queensland kürzlich gelockert wurden und anstelle von 1.500 Tieren je Hektar (ha) die Haltung von bis zu 10.000 Hühnern/ha möglich war, gingen die Verbraucherschützer auf die Barrikaden und protestierten gegen die aus ihrer Sicht unzureichenden Kennzeichnungsvorschriften.

Konsumenten wollen Klarheit

Die fehlenden gesetzlichen Regelungen würden zu enormen Unterschieden in der Haltungsdichte bei den Erzeugern führen, die die Konsumenten nicht nachvollziehen könnten, monierten die Verbraucherschützer. Sie bezeichneten nunmehr das Vorhaben der Politik, bis 2015 eine landesweit einheitliche Regelung zu erarbeiten, als ersten richtigen Schritt im Sinne des Verbraucherschutzes.
 
In den vergangenen fünf Jahren ist der Marktanteil von Freilandeiern in Australien von 27 Prozent (%) auf fast 40 % gestiegen, während die Bedeutung von Käfigeiern von 68 % auf 51 % gesunken ist. 

Hühnerstall auf vier Rädern

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