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Geflügel

Freilandhaltung von Geflügel soll wieder die Regel werden

von , am
03.04.2013

Berlin - Seit 2009 ist in Deutschland kein Fall des Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) mehr festgestellt worden. Das Landwirtschaftsministerium will die Freilandhaltung deshalb wieder zulassen.

So sah die Haltungsform des unter dem Neuland-Siegel verkauften Geflügels offenbar nicht aus. © landpixel
Das Bundeslandwirtschaftsministerium will das im Zug der Geflügelpest erlassene grundsätzliche Aufstallungsgebot für Geflügel aufheben und die Freilandhaltung als Regelhaltung wieder zulassen.
 
Gleichzeitig sollen die zuständigen Behörden ermächtigt werden, bei Gefahr im Verzuge in bestimmten Risikogebieten die Aufstallung anordnen zu können. Dies soll jedoch nur noch im Ergebnis einer Risikobewertung zulässig sein.
 
Mit dem so genannten "Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Geflügelpest-Verordnung" reagiert das Agrarressort auf die seit mehr als drei Jahren günstige epidemiologische Situation bei der auch als Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) bezeichneten Krankheit. So ist seit dem HPAI-Nachweis bei einer erlegten Wildente vom 6. März 2009 bei Starnberg in der Zwischenzeit kein weiterer Fall festgestellt worden.

Geringe Gefahr durch Wildvögel

Auch vor dem Hintergrund der Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) vom 4. Oktober 2011, in der das Risiko der Einschleppung eines bereits in Deutschland vorhandenen HPAI-Virus in Hausgeflügelbestände durch Wildvögel als gering sowie das Risiko der Einschleppung durch den Personen- und Fahrzeugverkehr in Deutschland als vernachlässigbar eingestuft wird, nimmt das Ministerium zum Anlass, die Änderung der Verordnung vorzuschlagen.
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