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Geflügel

Gänsebraten verteuerte sich

von , am
06.12.2012

Saisonbedingt steigt die Nachfrage nach Gänsen. Für den weihnachtlichen Gänsebraten müssen Verbraucher dieses Jahr jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Die deutschen Gänsehalter sehen sich seit Jahren als Vorreiter beim Tierschutz, deshalb fordern sie erneut eine Kennzeichnungspflicht. © Bernd Boscolo/aboutpixel.de
Weihnachtsgänse sind dieses Jahr im Vergleich zur Saison 2011 teurer. Ursache für die Verteuerung sind nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die gestiegenen Futterkosten. Zurzeit müssen Endverbraucher etwa 9 bis 15 Euro pro Kilogramm für eine frisch geschlachtete Gans, die 16 bis 22 Wochen auf der Weide gemästet wurde, bezahlen. In etwa 70 Cent mehr kostet das Kilogramm im Schnitt gegenüber dem Vorjahr.
 
Die deutsche Erzeugung ist jedoch bei weitem nicht ausreichend um den Bedarf zu decken. Die tiefgefrorene, etwas günstigere Ware des Lebensmitteleinzelhandels wird überwiegend aus Polen und Ungarn eingeführt. Dabei handelt es sich um Gänse, die in aller Regel über neun Wochen ohne Weidehaltung oder 15 Wochen mit begrenzter Auslaufmöglichkeit gehalten werden.
 

Nachfrage saisonbedingt

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Gänsefleisch liegt in Deutschland bei gerade einmal 400 Gramm. Mit einer Steigerung sei nicht zu rechnen, denn Gänsefleisch ist ein reines Saisonprodukt, das fast ausschließlich zwischen St. Martin (11. November) und Weihnachten nachgefragt wird, so die LKW Niedersachsen. In diesen sechs Wochen gingen rund 150.000 Gänse aus niedersächsischer Produktion über die Ladentheke. Damit decken die rund 4.000 Gänse haltenden heimischen Betriebe gerade einmal 25 Prozent des Gesamtverbrauchs ab. Nach wie vor wird der Großteil der verkauften Gänse tiefgekühlt importiert.
 
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