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Geflügel

Geflügelfleischexport der Ukraine in die EU angelaufen

von , am
30.12.2013

Kiew - Der größte Geflügelproduzent der Ukraine, die Agroholding Mironowskij ChleboProdukt
(MChP), hat Ende Oktober mit dem Export von Geflügelfleisch in die Europäische Union begonnen.

Die Demonstrationen und die Besetzung öffentlicher Gebäude in der Ukraine gehen weiter. © fotolia/Kavun
Zum Start wurden 430 Kilogramm Gänseleber nach Ungarn geliefert.
 
Anfang Dezember wurde von MChP eine "erste Partie" von Geflügelfleisch in die Niederlande verkauft; dabei handelte es sich um 18,5 Tonnen tiefgefrorene Schlachtkörper. Firmensprecherin Anastasia Sobotjuk kündigte Mitte Dezember gegenüber der Agentur ukragroconsult.com weitere Geflügelfleischlieferungen in Mitgliedsländer der EU an.

Ein "Low-Profit-Geschäft"

MChP ist eine der drei ukrainischen Geflügelfleischverarbeiter, die eine Genehmigung zur Ausfuhr in die Gemeinschaft erhalten haben. Die Firma exportierte in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 84.800 Tonnen Geflügel, überwiegend nach Saudi-Arabien und Syrien. Neben Geflügelfleisch bietet die Holding im Inland auch Rindfleisch und Wurstwaren an. Aufgrund der hohen Einfuhrzölle sei der Geflügelexport in die EU im Vergleich zu anderen Auslandsmärkten ein "Low-Profit-Geschäft", verlautete es aus der Unternehmensleitung von MChP.

EU-Abkommen mit der Ukraine?

Unterdessen pries der Kiewer Landwirtschaftsminister Nikolai Prisjashnjuk den Zugang der Geflügelfleischerzeuger beziehungsweise -verarbeiter zum EU-Markt erneut als eine der wichtigsten "Errungenschaften" in diesem Jahr für die ukrainische Fleischbranche.
 
Schätzungen zufolge könnte die Ukraine im Fall, dass es doch noch zu einem Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU kommt, jährlich rund 20.000 Tonnen gekühltes und 20.000 Tonnen gefrorenes Geflügelfleisch in die Gemeinschaft liefern.
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