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Geflügel

Geflügelimporte: Schweizer Tierschutz bemängelt Haltungsstandards

von , am
17.07.2012

Bern - Schweizer Landwirte können den hiesigen Bedarf an Geflügel nicht selbst abdecken. Deswegen wird etwa die Hälfte des benötigten Geflügelfleisches importiert. Die Importbedingungen stoßen auf Kritik.

Nach Mexiko und China rangiert Russland auf Platz drei der wichtigsten Absatzländer für US-Geflügel. © Mühlhausen/landpixel
Etwa 50.000 Tonnen Geflügel werden pro Jahr in die Schweiz eingeführt, erklärte der Schweizer Tierschutzverband vergangene Woche auf einer Pressekonferenz. Problematisch sei dies vor allem deshalb, weil die Tierschutzkriterien im Ausland oftmals nicht den Tierhaltungsstandards in der Schweiz entsprächen. Die Tierschützer fordern deshalb die Festlegung transparenter Tierschutzkriterien, deren Verbindlichkeit auch bei importiertem Geflügel gewährt sein müsse.
 
Zudem sollten "tierschutzwidrige" Geflügelimporte auch als solche deklariert werden, so dass die Verbraucher über die jeweiligen Umstände der Geflügelproduktion nicht im Dunkeln blieben. Laut Darstellung des STS ist den Käufern im Gegensatz zu den Importeuren oftmals nicht bewusst, unter welchen Bedingungen das importierte Fleisch hergestellt worden ist. Es erfreue sich aber wachsender Beliebtheit, denn der Verbrauch sei in den letzten 20 Jahren um 45 Prozent gestiegen.
 
Nach Angaben des STS rangiert Geflügelfleisch in der Schweiz beim Verbrauch hinter Schweinefleisch an zweiter Stelle. Der Pro-Kopf-Verbrauch liege jährlich bei 11,4 Kilo; insgesamt würden rund 100.000 Tonnen Geflügelfleisch verzehrt.
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