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Geflügelpest: Erste Fälle in Deutschland nachgewiesen

Hühner vor einem Mobilstall
am Samstag, 31.10.2020 - 13:24 (Jetzt kommentieren)

In mehreren Bundesländern wurde die Geflügelpest nachgewiesen. Auch Geflügelhalter sind aufgefordert, Vorsorge zu betreiben und ihre Bestände zu beobachten

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte bereits Anfang Oktober darauf hingewiesen, dass im Herbst mit den Zugvögeln auch Infektionen von Wildvögeln mit Geflügelpest auftreten können und das Risiko eines Eintrags nach Deutschland als hoch eingestuft. 

Geflügelpest: Hier wurden tote Vögel gefunden

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass Geflügelpest bei:

  • einer Wildente in Hamburg,
  • einem Mäusebussard in Mecklenburg-Vorpommern und
  • verschiedenen Wildvögeln in Schleswig-Holstein

nachgewiesen wurde. Das hat das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Freitag bestätigt. Bisher handelt es sich nur um einzelne Fälle. 

Was ist nun zu tun?

Die zuständigen Behörden der Bundesländer sind nun aufgefordert, die Situation genau zu beobachten und Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel zu intensivieren.

Auch Geflügelhalter sind aufgefordert, Vorsorge zu betreiben und ihre Bestände zu beobachten. 

Über die konkreten Maßnahmen entscheidet die für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Behörde vor Ort.

Geflügelpest: So handeln Sie richtig, wenn Sie ein totes Tier finden

Das BMEL weist darauf hin: Auch, wenn bislang keine Übertragung der in diesen Fällen nachgewiesenen Virustypen H5N8 und H5N5 auf den Menschen bekannt sind, sollen tote Vögel nicht angefasst werden, auch um eine Verschleppung des Erregers zu verhindern. Grundsätzlich sind die generellen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln konsequent einzuhalten.

Was ist Geflügelpest?

Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen Vögeln, die durch hoch pathogene Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursacht wird. Sie ist eine in der Tiermedizin seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannte Infektionskrankheit.

 Für den Handel bestehen mit dem Ausbruch der Geflügelpest bei Wildvögeln keine Beschränkungen.

Mit Material von BMEL

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