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Geflügel

Geflügelwirtschaft: Kriminelle Machenschaften, nicht 'Massentierhaltung' schuld an Krise

von , am
12.01.2011

Berlin - Der Verband Deutsche Geflügelwirtschaft reagiert verärgert über die öffentliche Darstellung der Dioxin-Krise. So genannte "Massentierhalter" würden als Verursacher der Krise angeprangert.

Hähnchenmast: Niedersächsischen Mäster bevorzugen Mittellangmast oder Schwermast. © Mühlhausen/landpixel

Auch im Zuge der Sondersitzung des Verbraucherausschusses des Bundestages sei der aktuelle Dioxin-Fund in Futtermitteln als Auswuchs der sogenannten "Massentierhaltung" dargestellt.

"Die Tierhaltung in Deutschland erfolgt heute auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und ist durch eine hohe Fachkompetenz und Sachkunde der Halter gekennzeichnet. Alleine das Management im Stall und nicht die Anzahl der Tiere ist entscheidend, um zu bewerten ob eine tiergerechte Haltung erfolgt oder nicht", kommentiert Dr. Thomas Janning, Geschäftsführer des ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, die Diskussion.

Der aktuelle Dioxin-Fall sei auf kriminelle Machenschaften eines einzelnen Betriebes zurückzuführen und keinesfalls einer Branche insgesamt zu unterstellen, so Janning weiter. "Ich wehre mich entschieden dagegen, allen an der Erzeugung von Nahrungsmitteln beteiligten Kreisen zu unterstellen, das Wohl des Tieres und der sachgemäße Umgang mit ihnen wäre zu Gunsten einer Profitgier abgelegt worden." (pd)

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