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Milchmarkt

Wie geht es am deutschen Biomilchmarkt weiter?

Rohmilch
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Wolfgang Piller, Wochenblatt
am
04.08.2017

Die konventionellen Milchbauern steckten mit ihren Preisen in der Krise, die Ökobauern erlebten ein Hoch der Milchpreise. Aber wie geht es weiter? Eine Situationsanalyse.

Redakteur, BLW, Wolfgnag Piller

Der hohe Preisunterschied zwischen Bio- und konventioneller Milch ergab sich aus mehreren Gründen. Zum einen ließ natürlich die Schwäche der konventionellen Milch den einen Scherenflügel nach unten klappen. Zum anderen schaffen es die Biomolkereien bis jetzt ganz gut, die angelieferte Menge mit der abgesetzten in Einklang zu bringen. Immer wieder gab es in der Vergangenheit – kürzere – Aufnahmestopps für neue Lieferanten.

Dass der Ökomilchpreis – also der zweite Scherenflügel – so stabil oben bleibt, liegt an einer funktionierenden, privat organisierten Mengensteuerung plus der weiter steigenden Nachfrage nach Biomilch.

Die Konkurrenz wird größer

Mit dem Ende der Milchpreiskrise hat sich die Schere wieder etwas geschlossen, und die Umstellerzahlen dürften sich wieder etwas beruhigen. Bei der nächsten Kulap-Antragphase wird sich das zeigen. Dazu kommt, dass die weitere Markterschließung im Biobereich auf neue Herausforderungen stößt.

Die Konkurrenz in den Supermärkten wird größer – die Differenzierung geht rasant: Milch ohne Gentechnik, Heumilch, regional erzeugte Milch, ja sogar koscher erzeugte Milch steht mittlerweile neben der Biomilch im Regal. Sie alle bedienen die Vorlieben der Kunden, sich mit dem Einkauf vom Nachbarn abzuheben, sich besonders gesund zu ernähren, eine besondere Erzeugungsform zu unterstützen. Wer hier wem Konkurrenz macht, wird sich erst noch herausstellen. Doch alle müssen aufpassen, sich nicht selbst die Preisschere wieder zuzuklappen.

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