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Wolfsmanagement

Geplante Wolfsabschüsse: Genehmigungen verlängert

Wolf im Zoo
am Freitag, 01.03.2019 - 12:28

Die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Leitwolf im Landkreis Nienburg wurde bis Ende März verlängert.

Die erteilte Abschussgenehmigung für den Leitwolf aus dem Rodewalder Rudel im Landkreis Nienburg wurde bis zum 31. März verlängert. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium am 28. Februar 2019 mit. Die ursprünglich vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erteilte Genehmigung wäre am 28. Februar 2019 ausgelaufen.

Zuvor hatte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die Abschussgenehmigung des Wolfsrüden bestätigt, nachdem der Verein "Freundeskreis freilebender Wölfe" Beschwerde gegen den Abschuss eingereicht hatte, wie agrarheute berichtete

Abschuss soll zügig erfolgen

Das niedersächsische Umweltministerium begründete die Entscheidung für die Verlängerung damit, dass die Gefahr weiterer Risse geschützter Nutztiere nicht gebannt sei. Zudem sei es möglich, dass problematische Jagdtechniken weitergegeben werden könnten. Die Tötung des Wolfsrüden solle zügig erfolgen, heißt es in der Erklärung weiter.

Minister Olaf Lies (SPD) gab sich zuversichtlich, dass das gelingen werde: "Das zum Abschuss freigegebene Tier ist an optischen Merkmalen zu erkennen." Zu dem weiteren Verfahren wollte sich Lies nicht äußern. Angesichts der Emotionalität im öffentlichen Streit um den Wolf gehe es auch darum, "die Leute zu schützen, die das machen."

Rodewalder Wolf: Mehr als 40 Risse von Nutztieren

Dem Wolfsrüden mit der Kennung GW717m können seit Anfang April 2018 mehrere Angriffe auf Rinder nachgewiesen werden. Diese Tiere waren speziell vor Wölfen geschützt. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums sind dem Wolf mehr als 40 Risse von Nutztieren zuzuordnen, darunter Ponys und Rinder, wie agrarheute berichtete. In DNA-Proben sei stets seine DNA nachgewiesen worden, hieß es.

Mit Material von www.ndr.de