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Update 23.04.19: Landkreis Nienburg

Geplanter Wolfsabschuss: Wolf noch nicht gefasst

Wolf im Wald
am Dienstag, 23.04.2019 - 11:00

Die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Leitwolf läuft noch bis Ende April. Doch bisher wurde das Tier noch nicht gefasst.

Die Suche nach dem zum Abschuss freigegebenen Wolf in Niedersachsen mit der Kennung GW717m geht weiter. Der Leitwolf des sogenannten Rodewalder Rudels darf mit behördlicher Genehmigung abgeschossen werden, weil er wolfsabweisende Zäune überwunden und Rinder in einer Herde angegriffen haben soll. Die Suche nach dem Tier gestalte sich wohl schwieriger als zunächst gedacht. Das Territorium des Rodewalder Rudels im Landkreis Nienburg, der Region Hannover und im Heidekreis erstreckt sich über rund 200 Quadratkilometer.

Die Suche nach dem Wolf gestaltet sich schwierig

Knapp einen Monat nachdem das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Abschuss des Rodewalder Leitwolfs endgültig genehmigt hatte, ist das Tier immer noch im Revier im Landkreis Nienburg unterwegs. "Die Suche läuft mit Hochdruck", sagte eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums in Hannover gegenüber dem NDR. Noch bis zum 31. März ist die Abschussgenehmigung gültig. Diese war bereits am 28. Februar 2019 vom niedersächsischen Umweltministerium um einen Monat verlängert worden, wie agrarheute berichtete. Dem Wolf waren anhand von DNA-Spuren mehrere Nutztierrisse in der Gegend nachgewiesen worden.

Tierschützer fotografieren Jäger

Naturschützer kritisieren derweil den geplanten Abschuss. Umweltminister Olaf Lies (SPD) kritisierte zuletzt, dass Wolfsschützer die Suche nach dem Tier erschwerten. Nach Angaben des Ministeriums fertigten im Landkreis Nienburg einige Gruppen gezielt Fotos von Personen an, die das Tier mit der Code-Nummer GW717m stellen sollen. Die Aufnahmen würden ausschließlich auf einschlägigen Internetseiten der Tierschützer veröffentlicht. Lies kritisiert, es sei ein Unding, wenn Institutionen in der Ausübung ihres rechtsstaatlichen Handelns und die Ausführenden vor Ort so angegangen würden. 

Mit Material von ndr.de, dpa

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