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Geflügel

Globaler Markt für Hühnerfleisch wächst

von , am
26.05.2010

Hannover - Bei Hühnerfleisch sind weiterhin weltweit Steigerungsraten zu verzeichnen. Experten erwarten für das laufende Jahr einen zusätzlichen Produktionszuwachs im Vergleich zu 2009 um drei Prozent auf 73,9 Millionen Tonnen kochfertige Ware.

© agrar-portal.com

Zugleich soll der Verbrauch um 3,2 Prozent auf 73,4 Millionen Tonnen zulegen, wie Dow Jones News berichten. Weltweit größter Erzeuger von Hühnerfleisch sind demnach die USA mit einer für 2010 erwarteten Produktion von 16,3 Millionen Tonnen. An zweiter Stelle im globalen Ranking liegt China mit erwarteten 12,55 Millionen Tonnen vor Brasilien mit voraussichtlich 11,42 Millionen Tonnen. Für die EU-27 werden 8,7 Millionen Tonnen prognostiziert. Danach folgen mit schon deutlichem Abstand Mexiko (2,79 Millionen Tonnen) und Indien (2,65 Millionen Tonnen).

Größter Produktionszuwachs in Russland und Argentinien

Besonders große Steigerungsraten im Vergleich zu 2009 bei einer allerdings noch signifikant geringeren Erzeugung weisen Russland (+11,5 Prozent auf 1,98 Millionen Tonnen) und Argentinien (+10 Prozent auf 1,65 Millionen Tonnen) auf. Wie die Statistik zeigt, sind die größten Erzeugerländer auch die größten Verbraucher.

USA bleiben im Verzehr von Hühnerfleisch Spitzenreiter 

Dies gilt insbesondere für die USA mit einem erwarteten Konsum von 13,66 Millionen Tonnen. Nach Brasilien sind die Vereinigten Staaten in diesem Bereich zugleich zweitgrößter Exporteur. Allerdings dürften deren Ausfuhren in diesem Jahr unter der kräftigen Produktionsausweitung Russlands zur Verbesserung der Eigenversorgung leiden, prognostizieren Beobachter.

Chinaist weltweit zweitgrößter Verbraucher 

In China wird der Konsum in diesem Jahr auf 12,68 Millionen Tonnen geschätzt, was die Eigenerzeugung knapp überschreiten würde. Der drittgrößte Produzent, Brasilien, steht beim Konsum mit 8,07 Millionen Tonnen lediglich an vierter Stelle nach der EU. Bei einem Verbrauch von 8,65 Millionen Tonnen kann sich die Gemeinschaft hierbei selbst versorgen. Dagegen muss Brasilien ungefähr ein Drittel seiner Erzeugung auf dem Weltmarkt absetzen.

Versorgungsdefizite in Mexiko, Russland und Indien

Deshalb führt das südamerikanische Land auch die Rangfolge der Exporteure mit 3,35 Millionen Tonnen deutlich an. Im Vergleich dazu kommt die EU lediglich auf Ausfuhren von 0,77 Millionen Tonnen. Deutliche Versorgungsdefizite weisen Mexiko, Russland und Indien auf. So ist Russland auch der weltweit größte Importeur - dicht gefolgt von der EU, die fast ebenso viel Hühnerfleisch einführt, wie sie exportiert. (aiz)

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