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Geflügel

Graf Drechsel: Gelebte Transparenz muss anerkannt werden

von , am
22.11.2012

Berlin - Die Anstrengungen der Geflügelerzeuger um Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit werden nach Ansicht des ZDG-Präsidenten, Leo Graf von Drechsel, zu wenig gewürdigt.

ZDG-Präsident Leo Graf von Drechsel beim Deutschen Fleisch Kongress: "Es muss anerkannt werden, wenn Transparenz gelebt wird". © ZDG
"Dass immer wieder Transparenz gefordert wird, ist absolut richtig und gut so. Aber es muss auch mal anerkannt werden, wenn Transparenz tatsächlich gelebt wird!" Diesen Wunsch an Politik, Öffentlichkeit und NGOs formulierte ZDG-Präsident Leo Graf von Drechsel am Dienstag als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion beim Deutschen Fleisch Kongress in Frankfurt am Main.
 
Als zentrales Beispiel für die Dialogbereitschaft und Offenheit der deutschen Geflügelwirtschaft führte Graf Drechsel das seit Mai 2012 installierte Dialogelement auf der Website www.deutsches-gefluegel.de an: Hier beantwortet die Branche im Monatsturnus die jeweils fünf beliebtesten Fragen der Verbraucher, aktuell stehen 30 fundierte Antworten online.

"Wir weichen kritischen Themen nicht aus"

"Und dabei stellen wir uns natürlich auch den kritischen Themen", betonte Graf Drechsel die Bandbreite der angesprochenen Aspekte von Besatzdichte und Antibiotikaeinsatz über Umwelteinflüsse durch große Stallanlagen bis hin zur moralischen Rechtfertigung des Fleischkonsums. "Wir öffnen uns heute stärker dem Dialog, als das vielleicht noch in vergangenen Jahrzehnten der Fall war", verwies Graf Drechsel auf die Entwicklung, die die Branche aus eigenem Antrieb genommen habe. "Ich wünsche mir aber, dass das von der Öffentlichkeit auch gesehen wird."

Deutsche Geflügelwirtschaft zeigt Eigeninitiative

Seine tiefe Überzeugung sei es, dass es dem gesellschaftlichen Diskurs und einer sachlichen Auseinandersetzung sehr helfen würde, wenn der positive Veränderungswille der Geflügelwirtschaft auch wahrgenommen werde, so Graf Drechsel. Diese Äußerungen tätigte der ZDG-Präsident vor dem Hintergrund, dass sich die Geflügelwirtschaft nicht allein dem Dialog öffnet, sondern im zurückliegenden Jahr auch substanzielle Veränderungen vorangetrieben hat: Mit den unangekündigten Spotaudits und dem Antibiotikamonitoring ist die Branche Vorreiter in der gesamten Veredelungswirtschaft.
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