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Geflügel

Grill- und Spargelsaison wirkt sich positiv auf die Geflügelpreise aus

von , am
30.04.2010

Eppingen - Während bei den Eierpreisen die Talsohle noch nicht erreicht ist und angesicht ständig neuer umgebauter Ställe noch auf sich warten lassen dürfte, zeigt sich der Geflügelmarkt von seiner positiven Seite: Die Preise ziehen an.

Eier:
Preise weiter nachgebend

Jetzt sind sie da: Die Monate ohne ein "R" im Namen. Das sind im Eierhandel bzw. in der Eierproduktion schon immer die Monate, die am umsatzschwächsten sind. Im Verlauf der letzten Jahre ist zu beobachten, dass die Eierpreise generell kurz vor Ostern sinken; irgendwann die Talsohle erreichen und dann bis Ende Juli / Anfang August seitwärts tendieren. Dies wird auch in 2010 so sein. Die große Frage ist, wann diese Talsohle erreicht sein wird. Die Umsätze der letzten Woche waren anscheinend in allen Handelsstufen mehr als bescheiden, daher gaben auch die Preise in fast allen Gewichtsklassen erneut nach. Ausgenommen ist weiterhin die Gewichtsklasse XL, hier sind die Preise weiterhin stabil.

Täglich kommen in den letzten Wochen neu umgebaute Ställe in Produktion. Andererseits beginnen jetzt aber auch die Abschlachtungen der Altbestände, da im Sommer die meisten Hennen getauscht werden. Dies spricht für das erreichen der Talsohle. Aber, man kann nie wissen, 2009 und 2010 ist im Eierhandel alles anders als in den Vorjahren.

Geflügel:
Frische Geflügelteile stehen im Vordergrund

Die Nachfrage am Hähnchenmarkt läuft rege. Frische Brustfleischartikel stehen dabei im Vordergrund des Verbraucherinteresses. Dies ist nicht zuletzt auf die Grill- und Spargelsaison zurückzuführen. Die Preistendenz ist nach oben gerichtet. Im ersten Quartal dieses Jahres wurde von den deutschen Haushalten in etwa gleich viel Hähnchenfleisch gekauft wie 2009. Der Anteil der Frischware stieg dabei auf gut 61 Prozent. Im ersten Quartal 2009 waren es knapp 58 Prozent. In den Sommermonaten wird sich diese Tendenz fortsetzen.

Der Putenmarkt tendiert ebenfalls fest. Saisonal dürfte sich auch am Putenmarkt die Nachfrage weiter beleben. Anbieter rechnen hier ebenfalls mit steigenden Preisen. Bereits im ersten Quartal 2010 haben die Konsumenten gut zwei Prozent mehr Putenfleisch gekauft als 2009. Putenfleisch wird fast ausschließlich frisch vermarktet. Dennoch stieg der Anteil nochmals an, und zwar um einen Prozentpunkt von rund 94 Prozent auf nun 95 Prozent.

 

{BILD:115548:jpg} Georg Heitlinger
Eierproduzent aus dem baden-württembergischen Eppingen, 40.000 Legehennen, davon ca. 12.000 in Freilandhaltung, 28.000 in Bodenhaltung, ca. 90 ha Ackerbau, inkl. Packstelle, analysiert ab sofort wöchentlich für agrarheute.com in Zusammenarbeit mit der EMA, Bonn, die Marktentwicklung bei Eiern und Geflügelmast.

 

 

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