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Geflügel

Große Preisspannen für frische Gänse

von , am
09.12.2009

Die deutsche Gänseerzeugung liegt 2009 in den meisten Regionen Deutschlands in etwa auf Vorjahresniveau.

© agrar-portal.com

Die Einschätzung der MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) stützt sich auf aktuelle Meldungen der Landwirtschaftskammern und der Süddeutschen Bauernverbände. Auch die deutsche Brütereistatistik des Statistischen Bundesamtes deutet auf wenig Veränderungen bei der Gänseproduktion hin.

Von Januar bis August 2009 schlüpften 1,01 Millionen Küken, das waren nur zwei Prozent mehr als in den ersten acht Monaten 2008. Ab September schlüpfen in der Regel keine Gänseküken mehr.

Die in Kooperation von MEG und AMI ausgewerteten Meldungen der Landwirtschaftskammern, beziehungsweise der Süddeutschen Bauernverbände ergaben auf den unterschiedlichen Vermarktungsstufen folgende Preise:

Gänse: Abnehmer aktzeptieren kaum höhere Preise

Bei der Direktvermarktung von frischen Gänsen an den Endverbraucher erzielten die Erzeuger zwischen 8,00 bis 12,95 Euro je Kilo. 2008 betrug die Preisspanne 7,50 bis 10,25 Euro je Kilo. Die deutliche Erhöhung der Obergrenze ist auf eine veränderte Melderstruktur zurückzuführen und nicht marktbedingt. Denn etliche Marktbeteiligte berichteten, dass die Abnehmer kaum noch höhere Preise akzeptieren. In den vergangenen Jahren hatte es am Gänsemarkt deutliche Preisanhebungen gegeben. So lag der ermittelte Schwerpunktpreis 2005 erst bei 7,88. Die aktuelle Erhebung ergab einen Schwerpunktpreis von 9,76 Euro je Kilo.

Preissturz bei gefrorenen Gänsen

Im Jahr 2008 verbrauchte jeder Bundesbürger im Durchschnitt nur etwa 300 Gramm Gänsefleisch, das entspricht knapp dem Gewicht einer kleinen Gänsekeule. Dennoch reicht die deutsche Gänseerzeugung bei weitem nicht, um den Bedarf decken zu können. Der Sebstversrorgungsgrad lag 2008 nur bei knapp 15 Prozent. Hauptlieferant ist Polen, gefolgt von Ungarn.

Markt reichlich mit Importware versorgt

In diesem Jahr ist der Markt dem Vernehmen nach sehr reichlich mit Importware versorgt. Die Ware wurde frühzeitig offeriert, offensichtlich konnte man dabei auch auf Altbestände zurückgreifen. Laut AMI-Verbraucherpreisspiegel kosteten gefrorene ganze Gänse auf Ladenstufe von Anfang November bis zum 3. Dezember im Mittel nur 2,82 Euro je Kilo. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 5,02 Euro. Damit wurden Gänse sogar günstiger angeboten als Enten, für die musste der Verbraucher im Schnitt 2,87 Euro je Kilo bezahlen, im Vorjahr waren es 2,76 Euro. (MEG)

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