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Geflügel

Grünen-Antrag zur ausgedehnten Eierkennzeichnung gescheitert

von , am
15.05.2012

Berlin - Die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel in denen Eier verarbeitet wurden, wird vorerst nicht ausgeweitet. Der Ernährungsausschuss hat einen entsprechenden Antrag der Grünen abgelehnt.

Für wen die Ausnahmeregelung gelten soll ist noch ungeklärt. © landpixel
Die Grünen reagieren mit scharfer Kritik auf das Scheitern ihres Antrags im Ernährungsausschuss des Bundestages. Agrarsprecher Friedrich  Ostendorff und die Sprecherin für Verbraucherschutz, Nicole  Maisch, werteten die Ablehnung des Antrags als Beleg für das Desinteresse der Koalition an einer Verbesserung des Verbraucher- und des Tierschutzes. Einmal mehr sei deutlich geworden, "dass die Regierungsparteien keine mündigen Verbraucher wollen, sondern Gehilfen der Agrarindustrie sind", so die Abgeordneten in einer gemeinsamen Presseverlautbarung.

Verbraucher fühlen sich nicht ausreichend informiert

Eine Ausdehnung der Eierkennzeichnung auch auf verarbeitete Eiprodukte sowie die Einführung einer Tierschutzkennzeichnung seien dringend notwendig. Ziel müsse es sein, die gezielte Täuschung von Verbrauchern durch die Bewerbung von Massentierhaltungsprodukten mit Bildern, die eine artgerechte Tierhaltung suggerieren, zu unterbinden.
 
Ostendorff und Maisch verwiesen auf eine aktuelle Forsa-Umfrage, nach der Verbraucher eine bessere Information und Kennzeichnung wollten. Drei Viertel der Verbraucher fühlten sich beim Einkauf tierischer Produkte nicht ausreichend informiert. Wieder einmal hinke die Politik aufgeklärten Unternehmen hinterher, die längst keine Käfigeier mehr einsetzten. "Verbraucher wollen keine Käfigeier - auch nicht in Kuchen, Nudeln oder Keksen", erklärten die Grünen-Politiker. 

KAT: Was steht auf dem Ei?

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