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Geflügel

Grünen-Studie: Weniger Käfig-Eier in Lebensmitteln

von , am
27.03.2013

Berlin - Eier aus Käfighaltung sind laut einer Stichprobe der Grünen-Bundestagsfraktion als Lebensmittelzutat vielfach auf dem Rückzug.

Bei Nudeln, Kuchen und Co. verrate die verpflichtende Produktbeschreibung nur, dass ein bestimmter Anteil an Eiern verarbeitet wurde, doch weder die Herkunft der Eier noch die Haltungsform der Hühner müssen angegeben werden. © Benjamin Klack/pixelio.de
Bei einer Abfrage antworteten demnach 32 von 53 Herstellern, nur Eier aus Boden-, Freiland- oder Bio-Haltung zu verarbeiten. Käfig- Eier verwenden 19 Unternehmen, davon planten aber 14 eine Umstellung. "Gerade auch zu Ostern wollen Verbraucher keine versteckten Käfig- Eier in Nudeln oder Gebäck", sagte Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff. Er forderte genauere Kennzeichnungen auf den Packungen.
 
Dafür hatte sich auch der Bundesrat ausgesprochen. Die Haltungsform muss bisher nur für rohe Eier angegeben werden. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn sagte: "Unternehmen, die immer noch Käfig-Eier in verarbeiteten Lebensmitteln verstecken, müssen endlich verpflichtet werden, die Haltungsform auf der Verpackung zu kennzeichnen." Dies würde den Anteil der Käfig-Eier weiter senken.

Forderungen nach Kennzeichnungspflicht

Der Bundesrat hatte die Bundesregierung aufgefordert, erweiterte Kennzeichnungsregeln für die Haltungsart der Legehennen zu prüfen. Bisher bekommen nur rohe Eier einen Code - "0" für Biohaltung, "1" für Freilandhaltung, "2" für Bodenhaltung oder "3" für Käfighaltung. Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch sieht Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Zug. Die deutsche Eierwirtschaft befürwortete eine solche EU-weite Kennzeichnung.
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