Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Video

Gülle separieren für mehr Wertschöpfung

Gülle ist ein wertvoller Dünger. Manche Landwirte, die Schweine, Kühe oder Geflügel halten, haben jedoch zu viel davon. Das Video erklärt in einfachen Schritten, wie die Gülle optimal genutzt werden kann. Zum Beispiel mithilfe der Gülleseparation.

am Dienstag, 22.09.2020 - 05:00

Die Reduktion von Ammoniak im Stall und das Aufbereiten von Gülle sind wichtige Themen. Neben der im Video erklärten Gülleseparation können Stroh und organische Säuren ein vielversprechender Ansatz für geringere Ammoniakemissionen sein.

Es stinkt, in manchen Ställen mehr, in anderen weniger. Schuld ist die Ammoniakkonzentration in der Stallluft. Das Thema tangiert viele Bereiche – in erster Linie das Wohl und die Gesundheit der Menschen und Schweine im Stall. Lungenschäden, verursacht durch zu hohe Ammoniakkonzentrationen, gehören leider nach wie vor zu den häufigsten Schlachtbefunden bei Mastschweinen. Mindestens genauso wichtig ist aber der Arbeitsschutz und die Gesundheit aller, die täglich im Stall viele Stunden arbeiten.

Gülle: Umwelt schützen und Ammoniakemissionen einsparen

Hinzu kommen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Hier wird der Druck immer stärker. Stichworte sind die neue Düngeverordnung und das Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen Deutschland. Denn 95 Prozent der Ammoniakemissionen stammen aus der Landwirtschaft, rund 29 Prozent davon aus der Schweinehaltung. Es ist also ein hohes Einsparpotenzial vorhanden.

Sich mit der Ammoniakkonzentration im eigenen Stall zu beschäftigen und sie nach Möglichkeit weiter abzusenken, sollte im eigenen Interesse liegen. Es gibt Zahlen, die besagen, dass allein in Deutschland jährlich Stickstoff im Wert von einer halben Milliarde Euro in Form von Ammoniak in die Luft entweicht. Das ist bares Geld.