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Geflügel

Die gute Mischung macht's: Maisspindelgranulat als Einstreu

von , am
18.06.2012

Eignet sich Maisspindelgranulat als Einstreu für Masthähnchen? Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sagt ganz klar: Ja!

Die Geflügelfleischproduktion hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zugelegt. © Mühlhausen/landpixel
Maisspindelgranulat ist und bleibt eine optimale Einstreu in der Hähnchenmast. Das betont die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres startete ein Versuch zu Maisspindelgranulat als Einstreuzusatz in der Hähnchenmast.
 
In Österreich wird diese Einstreu auch in anderen Geflügelhaltungen angewandt. Maisspindel ist der Rest aus dem entkörnten Maiskolben der vielfach ungeachtet wieder dem Maisacker zurückgeführt wird. Der eigentliche Ursprung dieses Substrates kommt aus der Maiszucht, wo ganze Maiskolben der Mutterpflanzen gepflückt, sortiert, getrocknet und entkornt werden. Der dabei anfallende Spindel wurde und wird als Heizmaterial mit hervorragenden Brennwerteigenschaften zur Trocknung des Saatzuchtmaises genutzt. Dieses "Abfallprodukt" war enorm günstig und hatte bis vor wenigen Monaten noch einen Wert von 30 bis 50 Euro je Tonne. Mittlerweile kostet dieses trockene Produkt mehr als 90 bis 120 Euro je Tonne lose ab Saatzuchtwerk.

Fazit: Auf die Mischung kommt es an

Seit Versuchsbeginn sind mehr als sechs Monate vergangen und die ersten praktischen Erfahrungen niedersächsischer Hähnchenmäster liegen vor. Das Fazit: Struktur und Menge von Maisspindelgranulat sind von entscheidender Bedeutung, ob die Einstreuschicht trocken und die Füße gesund bleiben. Maisspindelgranulat gehört nach Ansicht der LWK zu den hervorragenden Einstreumaterialien in der Hähnchenmast. Die gebrauchsfertige Spindel sei aber derzeit in Niedersachsen viel zu teuer. Trockenes Maisspindelgranulat ist keimärmer als Stroh und wird von gesunden Tieren genauso wenig gefressen als andere Einstreumaterialien.
 
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