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Afrika

Uganda: Soldaten kämpfen gegen Heuschreckenplage

Heuschreckenplage in Afrika
am Montag, 24.02.2020 - 10:25 (Jetzt kommentieren)

Die Heuschreckenplage in Ostafrika greift zunehmend auf Saudi-Arabien und andere Staaten der Region über.

Die Heuschreckenplage in Ostafrika weitet sich aus. Seit Monaten ziehen Schwärme aus Mio. Wüstenheuschrecken über ganze Landstriche in Ostafrika, wie agrarheute berichtete. Ihre Vermehrung wurde durch den starken Regen in der Region in den vergangenen Monaten begünstigt. Viele Menschen in Ostafrika haben wegen Dürren, Konflikten und hohen Lebensmittelpreisen ohnehin nicht genug Nahrung. Die wichtigste Pflanz- und Erntezeit in der Region steht nun kurz bevor. Sollten die Insekten dann noch großflächig unterwegs sein, könnten die Folgen laut Experten verheerend sein.

Um das zu verhindern, setzt Uganda im Kampf gegen die Heuschrecken die Armee ein.
2.000 Soldaten wurden Medienberichten zufolge in die betroffenen Gebiete im Osten des Landes verlegt. Zudem habe Uganda zwei Flugzeuge angeschafft, um die Schwärme mit Insektiziden aus der Luft zu bekämpfen. Das sei Experten zufolge die einzige wirksame Gegenmaßnahme. Jedoch fehlten nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) und örtlichen Behörden sowohl Flugzeug als auch Pflanzenschutzmittel in der Region. Es werden nach Angaben der UNO rund 76 Mio. US-Dollar benötigt, um die Heuschreckenplage wirksam zu bekämpfen.

Heuschreckenplage breitet sich weiter Richtung Osten aus

Inzwischen breitet sich die Heuschreckenplage auch außerhalb von Afrika Richtung Osten aus: Auch die Arabische Halbinsel und die Küste des Persischen Golfs in Kuwait, Bahrain und Katar sind betroffen. Das teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen mit. Zudem sei die südwestliche Küste des Irans betroffen.

Im schwer gebeutelten Bürgerkriegsland Jemen seien die Tiere ebenfalls schon eingefallen, heißt es. Auch in Pakistan sind derzeit Heuschreckenschwärme unterwegs, die laut Experten ihren Ursprung in der Region haben.

In Sozialen Netzwerken kursieren Videos von riesige Heuschreckenschwärmen.

Mit Material von www.deutschlandfunk.de

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