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Japan

Hühnereier gegen Krebs

Hühnereier im Eierkarton
© pixabay
von , am
12.10.2017

Im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose, ist japanischen Forscher ein Durchbruch gelungen. Die Lösung kommt aus dem Hühnerei

Wissenschaftler vom Nationalen Institut für Industriewissenschaften und Technologie in der Region Kansai, haben das Hühnerei als Zuchtlabor entdeckt. Ihnen ist es gelungen, Hennen genetisch so zu verändern, dass sie ganz besondere Eier legen – Eier mit dem Protein Beta-Interferon, wie die japanische Tageszeitung „Youmiruri Shimbun“ am Montag berichtete.

Beta-Interferon im Kampf gegen Viren

Der Botenstoff Beta-Interferon wird normalerweise vom Körper selbst produziert. Forschungen sollen gezeigt haben, dass dieser ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems sei und beispielsweise gegen Viren und Tumoren eigesetzt werden kann. Zudem soll der Einsatz von Beta-Interferon bei Patienten mit Multipler Sklerose den Verlauf der Krankheit verlangsamen.

Medikamente aus dem Hühnerei

Die Wissenschaftler pflanzten demnach Gene, die Beta-Interferon produzieren, in Zellen ein, aus denen Hühnersperma wird. Anschließend wurden damit Eier befruchtet, um Hennen zu züchten, die dieses Gen in sich tragen.  Mit jedem gelegten Ei, solle somit der gewünschte Wirkstoff produziert werden. Auf diese Weise wurden bereits drei Hennen genetisch so verändert, dass sie Eier mit Beta-Interferon legen, wie „Youmiruri Shimbun“ berichtete.

Kostengünstige Medikamente

Die künstliche Herstellung des Botenstoffes ist bisher ein teures Unterfangen. In Japan etwa kosten wenige Mikrogramm umgerechnet 750 Euro. Die Herstellung von Medikamenten mit dem aus Hühnereiern gewonnenen Wirkstoffs, wäre eine kostengünstige Alternative. Laut Tageszeitung könnte mit der neuen Methode der Japaner der Preis auf circa ein Zehntel der jetzigen Kosten zurückgehen.

Medikamentenzulassung noch ungewiss

Zunächst wollen die Forscher ihr in den Eiern produziertes Medikament an pharmazeutische Firmen verkaufen, wie es in dem Bericht weiter heißt. Dort soll der Wirkstoff als Forschungsmaterial dienen. Bis das aus dem Hühnerei gewonnene Beta-Interferon auf dem Markt kommt, kann allerdings noch dauern. In Japan dauert es mehrere Jahren, bis ein Medikament zugelassen wird.

Mit Material von The Japan News (by Youmiruri Shimbun)

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CeresAward_2017_Finalist_Dammann
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CeresAward_2017_Finalist_Genn
Kategorie Fleischrinderhalter (inkl. Mast): Mathias Genn ist stolz auf seinen Beruf und seinen Betrieb. Zusammen mit seiner Familie bewirtschaftet der 29-Jährige einen Betrieb mit 153 ha Fläche und 110 Bullenmastplätzen in Wehr/Eifel. Die Tiere kommen dabei ausschließlich von Mutterkuhhaltern aus einem Umkreis von 60 km. © Philipp Ledenyi
CeresAward_2017_Finalist_Gerlach
Kategorie Fleischrinderhalter (inkl. Mast): Ein schwerer Arbeitsunfall kostete Diana Gerlachs Mann fast das Leben. Für sie war klar: Sie wird den Betrieb in seinem Sinne und mit seinem Input weiterführen. Heute hält die 43-jährige 27 Mutterkühe plus Nachzucht und bewirtschaftet, trotz fehlender landwirtschaftlicher Ausbildung, erfolgreich 50 ha Fläche. © Philipp Ledenyi
CeresAward_2017_Finalist_Albersmeier
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CeresAward_2017_Finalist_Faust
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CeresAward_2017_Finalist_Haas
Kategorie Schweinehalter: Martin Haas aus Ellwangen-Erpfental ist mit Leib und Seele Landwirt. Der 46-jährige Schweinemäster setzt dabei auf Regionalität und feste Partner. So bezieht er seine Ferkel seit über 20 Jahren von ein und demselben Ferkelerzeuger und die Mastschweine gehen zum Großteil in einen regionalen Metzgerschlachthof. © Philipp Ledenyi
CeresAward_2017_Finalist_Körkel
Kategorie Unternehmerin: Eine Idee, ein Hektar und 500 Hähnchen – darum ist Anne Körkel stolz Landwirtin zu sein, weil sie mit kleinen Ideen viel verändern kann. Die 32-Jährige baut sich mit ihren Ha(h)nauern ein regionales Geschäftsfeld auf, mit dem sie ihre Vorstellungen von verständlicher Kundennähe, neben Kreativität und Innovationsfreude ihre Stärken umsetzt. © Philipp Ledenyi
CeresAward_2017_Finalist_Lehr
Kategorie Unternehmerin: Der Betrieb von Kornelia Lehr ist mit Landwirtschaft, Weinbau und Tourismus breit aufgestellt und verkraftet so auch die eine oder andere Marktschwankung. Sie engagiert sich stark dafür, das Image der Landwirtschaft zu verbessern und hat besonders durch ihre Ideen im Bereich Tourismus  viel Kontakt mit der Bevölkerung. © Philipp Ledenyi
CeresAward_2017_Finalist_Rodemeier
Kategorie Unternehmerin: Henrike Rodemeier sieht sich nicht nur als Landwirtin, sondern auch als Ideengeberin, Entscheidungsträgerin und Personalmanagerin. Den in Deutschland einzigartigen Anbau von Ginseng kombiniert sie mit dem Anbau von Heidelbeeren. © Philipp Ledenyi
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