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Geflügel

Hühnertyphus in Nordirland ausgebrochen

von , am
26.11.2012

Belfast/Paris - In Nordirland ist in einem Legehennenbestand mit 372.000 Tieren und in einem Broilerbestand mit 26.000 Tieren Hühnertyphus durch den Erreger Salmonella gallinarum ausgebrochen.

Experten vermuten, dass die der Vogelgrippe-Virus H5N8 von Wildvögeln übertragen wird. © uschi dreiucker/pixelio.de
Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit vergangene Woche in Paris mitteilte, sind die beiden betroffenen Betriebe in Lisnaskea/County Fermanagh nur einen Kilometer voneinander entfernt. Wie der Erreger eingetragen wurde, sei noch unklar. 38.000 Tiere seien an der Krankheit verendet, 112.000 seien prophylaktisch vernichtet und weitere 124.000 Legehennen geschlachtet worden. Bereits am 13. September seien die Erkrankungen durch positive Labortest bestätigt worden. Nach Angaben des nordirischen Landwirtschaftsministeriums (DARD), ist das Ansteckungsrisiko für den Menschen vernachlässigbar. Zuletzt sei die Krankheit in England im Jahr 2006 aufgetreten.
 
Symptome seien Schwäche, Durchfall, gesträubtes Gefieder, herunterhängende Flügel und Appetitlosigkeit der Tiere. Hühnertyphus verbreite sich sehr schnell und führe meist rasch zum Tod. Auch Truthähne, Wildgeflügel, Perlhühner und Haustiervögel könnten sich anstecken. In Nordirland sei die Krankheit nicht anzeigepflichtig. Trotzdem seien die Geflügelhalter angehalten, bei zunehmenden Mortalitätsraten und/oder klinischen Anzeichen ihren Tierarzt zu informieren. Verdächtige Tiere oder entsprechende Proben seien möglichst für eine Laboruntersuchung einzureichen.
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