Login
Geflügel

Immer mehr Bio-Legehennen

von , am
19.02.2013

Wiesbaden - Nach dem Verbot der Haltung von Hühnern in Legebatterien setzt sich der Strukturwandel fort. Der Anteil der ökologischen Eiererzeugung stieg 2012 mit 17 Prozent am stärksten.

Wenn ein Stall die Anforderungen an mehrere Haltungssysteme erfüllt, kann der Halter mehrere Kennnummern beantragen © Mühlhausen/landpixel
Am 1. Dezember 2012 wurden in Deutschland in Betrieben mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen insgesamt 36,6 Millionen Legehennen gehalten. Das entspricht einer Steigerung von 7,5 Prozent gegenüber Dezember 2011. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.
 
Dabei nahm die Zahl der Legehennen in Bodenhaltung um 8,9 Prozent (%) und in Freilandhaltung um 8,7 % zu. Besonders groß war der Anstieg mit + 17,0 % in der ökologischen Erzeugung. Legehennen in Käfighaltung gingen dagegen um 4,2 % zurück. Der seit dem Verbot der traditionellen Käfighaltung im Jahr 2009 beobachte Strukturwandel in der Hennenhaltung setzte sich damit auch im Jahr 2012 weiter fort.

Die meisten Hennen leben in Bodenhaltung

Die dominierende Haltungsform in deutschen Legehennenbetrieben ist die Bodenhaltung. Der Bestand an Legehennen lag dort am 1. Dezember 2012 bei 26,8 Millionen Tieren. Gemessen am Legehennenbestand insgesamt lebten damit beinahe zwei von drei Hennen in dieser Haltungsform (63,8 %).
 
An zweiter Stelle folgte mit 5,4 Millionen Tieren die Freilandhaltung mit einem Anteil von 14,8 %, gefolgt von der Käfighaltung mit 4,9 Millionen Tieren beziehungsweise 13,4 %. Der Legehennenbestand in der ökologischen Erzeugung hatte 2012 immer noch den geringsten Anteil mit 7,9 %, konnte aber den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnen. Insgesamt 2,9 Millionen Legehennen wurden im Dezember 2012 nach den Kriterien des ökologischen Landbaus gehalten.
Auch interessant