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Geflügel

Indien züchtet produktivere GV-Hühner

von , am
17.04.2010

Neu Delhi - In Indien ist eine gentechnisch veränderte (GV-) Hühnerrasse entwickelt worden, die stärker Fleisch ansetzt als die üblichen Rassen, mehr Eier legt und außerdem angeblich in der Behandlung von Krankheiten verwendet werden kann.

© agrarfoto

Dies wurde in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Regierung und Wissenschaftlern bekannt gegeben. Demnach ist diese GV-Geflügellinie die erste Nutztierrasse in Indien, die erfolgreich genetisch modifiziert worden ist. Zuvor hatte das Land, in dem die Erlaubnis zur Verwendung von GV-Saaten für die Nahrungsmittel-Erzeugung noch aussteht, bereits versucht, gentechnisch veränderte Fischrassen zu züchten. Der nunmehr erzielte Schritt in der Forschung soll helfen, die Produktion in Indien zu erhöhen, das weltweit zu den drei größten Eier- und den 20 größten Geflügelerzeugern gehört, hieß es weiter.

Der jährliche Verbrauch von Geflügelfleisch und Produkten daraus beläuft sich in diesem Land auf mehr als 300 Milliarden indische Rupien (knapp fünf Milliarden Euro). An der gentechnischen Modifizierung der Tiere arbeitete demnach ein Team aus drei Wissenschaftlern in Hyderabad. "Die Geflügelrasse ist bereit für den kommerziellen Handel", sagte der Wissenschaftler T.K. Bhattacharya zu Dow Jones News.

Angeblich mehr Fleisch, Eier und Zusatznutzen

GV-Hühner wurden demnach bisher außerdem in den USA, Kanada, Großbritannien und China gezüchtet. Die gentechnisch veränderte Rasse bringe neben der höheren Legeleistung und dem größeren Gewicht auch anderweitig Nutzen: Die GV-Hühner könnten verwendet werden, um Krankheiten wie Hepatitis B, Krebs und Aids zu behandeln, sagte Bhattacharya. Nähere Angaben, wie das gelingen soll, machte er allerdings nicht. (aiz)

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