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Brancheninitiative

Initiative Tierwohl: Händler dürfen jetzt damit werben

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Katharina Krenn, agrarheute
am
30.03.2016

Bisher ist die Initiative Tierwohl gegenüber dem Verbraucher an der Theke nicht groß in Erscheinung getreten. Ab April können nun teilnehmende Handelsunternehmen verstärkt auf die Initiative aufmerksam machen.

Ab April 2016 können teilnehmende Lebensmitteleinzelhändler Hinweise und Informationen zur Initiative Tierwohl auf Produktverpackungen, an Bedientheken sowie im unmittelbaren Produktumfeld positionieren – beispielsweise auf Deckenhängern, an Einkaufswagen oder an SB-Regalen.

Bisher war die Kundeninformation auf Handzettel sowie Poster und Plakate im Ein- und Ausgangsbereich der Märkte beschränkt. Wie bisher können die Handelsunternehmen selbst frei entscheiden, ob und in welchem Umfang sie von der Kundeninformation zur Initiative Tierwohl Gebrauch machen möchten.

Transparente Kommunikation

Mit der verstärkten Kommunikation will die Initiative für mehr Bekanntheit sorgen und hierbei informativ und transparent bleiben. Die Maßnahmen machen die Kunden darauf aufmerksam, dass sie sich für den Kauf in einem Geschäft entschieden haben, das die Initiative Tierwohl unterstützt.

„Dies bedeutet aber nicht, dass das einzelne Produkt auch tatsächlich aus einem an der Initiative Tierwohl teilnehmenden Betrieb stammt“, unterstreicht der Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs. „Auf diesen Umstand weisen insbesondere die Informationen auf den Verpackungen explizit hin. Wir haben uns zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen bewusst gegen ein Labelling entschieden. Herkunftssiegel und andere Kennzeichnungen gibt es bereits in großer Zahl - diese Systeme verfolgen aber meist einen anderen Ansatz. Unser Ziel ist es, das Wohl der Nutztiere von der Kaufentscheidung des Verbrauchers zu entkoppeln und angebotsseitig eine tiergerechtere Fleischerzeugung in der Breite zu fördern.“

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