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Tierwohl

Initiative Tierwohl präsentiert neues Siegel

Dr. Alexander Hinrichs und Dr. Patrick Klein präsentieren neues Produktsiegel der Initiative Tierwohl
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
18.01.2018

Zum Auftakt der Grünen Woche präsentierte Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl, ein neues Produktsiegel für unverarbeitetes Fleisch von Hähnchen und Puten aus Tierwohl-Betrieben.

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche präsentierte die Initiative Tierwohl ihr neues Siegel. Zum Start der zweiten Programmphase der Initiative Tierwohl berichtet außerdem Dr. Alexander Hinrichs, dass deutlich mehr Tierhalter teilnehmen.

Initiative Tierwohl: Neues Siegel für Geflügelfleisch

Neues Siegel der Initiative Tierwohl für Geflügelfleisch

Die Initiative Tierwohl erstmals ein Produktsiegel heraus. Damit wird auf einen der größten Kritikpunkte und dem Wunsch der Verbraucher reagiert.

Mit diesem Siegel können Lebensmitteleinzelhändler unverarbeites Geflügelfleisch von Hähnchen und Puten kennzeichnen. Verbraucher können ab April 2018 das Siegel in Geschäften der mitmachenden Händler sehen und daran erkennen, dass es sich um Fleisch aus den rund 1.900 teilnehmenden Gefügelbetrieben handelt.

Verarbeitetes Fleisch oder Wurst kann noch nicht gekennzeichnet werden. Auch für Schweine sei eine Kennzeichnung derzeit nicht möglich. "Für das Geflügel war es bereits eine Herausforderung, für Schweine ist es ungleich schwerer", machte Dr. Alexander Hinrichs deutlich.  

Initiative Tierwohl: Strengere Kriterien für Schweine und Geflügel

6.000 Betriebe setzen für jährlich 518 Mio. Tiere - darunter 26 Mio. Schweinen sowie 492 Mio. Hähnchen - die Maßnahmen für mehr Tierwohl um. "An den erhöhten Teilnehmerzahlen, ermöglicht durch ein verstärktes Engagement des Lebensmitteleinzelhandels, zeigt sich deutlich, dass wir unserem Anspruch in die Breite zu gehen, immer mehr gerecht werden", verdeutlicht Dr. Alexander Hinrichs.

"Wir gehen aber nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe", so der Geschäftsführer. So müssen Schweinehalter ihren Tieren jetzt verpflichtend mindestens 10 Prozent mehr Platz und zusätzlich organisches Beschäftigungsmaterial bieten.

Die Geflügelhalter müssen nun zusätzlich zu den bisherigen Kriterien Stallklima- und Tränkewasserchecks umsetzen.

 

Initiative Tierwohl will Innovationen fördern

Zum Start der zweiten Programmphase gibt es bei der Initiative Tierwohl - neben verschärften Kriterien - folgende Neuerungen:

  • Einstieg in die Innovationsförderung ist vorgesehen
  • Die Beratung und Weiterbildung für die teilnehmenden Landwirte soll fokussiert werden.
  • Der Tiergesundheitsindex soll soweit vorangetrieben werden, dass er den teilnehmenden Landwirten zur Verfügung gestellt werden kann.
  • Unverarbeitetes Geflügelfleisch wird erstmals mit einem Produktsiegel gekennzeichnet.
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