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Forschung

Insekten als Nahrung: Forscher warnen vor ökologische Gefahren

Larven der Schwarzen Soldatenfliege
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
25.01.2019

Schwedische Forscher warnen davor, dass die Massenzucht von Insekten für die Ernährung enorme ökologische Folgen haben könnte.

Insekten gelten häufig als alternative Proteinquelle. Viele Forschungsprojekte weltweit erforschen ihren Einsatz in der Ernährung. Nun warnen schwedische Forscher jedoch, dass eine Massenzucht von Insekten enorme Auswirkungen auf das Ökosystem haben könnte. Potenziell könnte eine solche Zucht zu einem ökologischen Desaster führen.

Derzeit gäbe es den Forschern zufolge enorme Wissenslücken diesbezüglich. Nach Angaben der  UN Food and Agriculture Organization FAO gibt es mehr als 1.900 Insektenarten, die essbar sind. Die schwedischen Forscher mahnen jedoch, dass zunächst wichtige Fragen geklärt werden müssen, bevor man darüber nachdenkt, eine Insektenart in großem Stil zu züchten. Es drohe ansonsten die Gefahr, ein ökologisches Problem durch ein anderes zu ersetzen. Man könne viele invasive Insektenarten nur schwer kontrollieren und es drohe eine massenhafte Verbreitung, erklären die Forscher weiter.

Bisher galten Insekten bei Wissenschaftlern als nachhaltige und günstige Proteinquelle, die dabei helfen könnte, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Viele Insekten sind zudem reich an Vitaminen und Mineralien. Zudem produzieren Insekten bei der Zucht deutlich weniger Treibhausgase als etwa Schweine oder Rinder und benötigen weniger Platz. Es sei nach Angaben der schwedischen Forscher aber dringend mehr Forschung nötig, um für die Ernährung und das Ökosystem günstige Insektenarten ausmachen zu können. 

Mit Material von www.reuters.com
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