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Geflügel

Käfigeier: Österreichs Eierproduzenten fordern Handelsverbot

von , am
08.09.2011

Wien - Ein Handelsverbot für Eier aus konventioneller Käfighaltung: Das fordert die österreichische Geflügelwirtschaft. Denn einige EU-Länder setzen das ab 2012 geltende Käfigverbot wohl nicht um.

Die Eier aus dem Betrieb Aiterhofen könnten mit Salmonellen kontaminiert sein. © Mühlhausen/landpixel
Laut der Dachorganisation der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) werden auch 2012 EU-weit noch rund 130 Millionen Hühner in Käfighaltung gehalten, was einem Drittel der produzierten Eier entspricht. Dies obwohl zum Jahresende ein Käfighalteverbot in der EU in Kraft tritt.
 
In Österreich wurde die konventionelle Käfighaltung bereits 2009 verboten. Auch in Deutschland gilt seit 2010 ein Käfighaltungsverbot. Aufgrund dieses unfairen Wettbewerbs fordert die Geflügelwirtschaft ab 2012 ein dementsprechendes Handelsverbot sowie höhere Preise für einheimische Eier. Die wegen der Umstellung auf tierfreundlichere Haltungssysteme gestiegenen Produktionskosten müssten dringend abgegolten werden, so ein Vertreter der Eierproduzenten.
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