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Geflügel

Käfighaltung: EU-Kommission eröffnet Vertragsverletzungsverfahren

von , am
26.01.2012

Brüssel - Die EU-Kommission greift durch: Sie hat heute Vertragsverletzungsverfahren gegen 13 EU-Staaten eröffnet, die das seit 1. Januar geltende Käfigverbot für Legehennen nicht umgesetzt haben.

Der VGH Baden-Württemberg in Mannheim wies die Klage des Landwirtes gegen die Stadt Bad Dürrheim ab. © liveostockimages/fotolia
Belgien, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Ungarn, die Niederlande, Polen, Portugal und Rumänien haben die EU-Vorschriften trotz der langen Übergangsfrist von zwölf Jahren nicht rechtzeitig umgesetzt. Nicht ausgestaltete Käfige bieten den Tieren weder genug Nestflächen noch Platz zum Scharren oder Sitzstangen, so die Kommission. Es hat aber nicht nur Folgen für den Tierschutz, dass Legehennen weiter in ihnen gehalten werden, sondern kann auch zu Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Markt führen. Nachteile haben die Unternehmen, die darin investiert haben, den Vorschriften nachzukommen. Deshalb dürfen Eier aus Legebatterien auch seit 1. Januar nicht mehr in die restliche EU exportiert werden.
 
Die heute eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren können letztlich bis zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof und Sanktionen gegen die Länder führen.

Interview mit John Dalli: Vertragsverletzungsverfahren werden eingeleitet

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