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Geflügel

Käfighaltung: Letzte Chance für säumige Länder

© reises/fotolia
von , am
22.06.2012

Brüssel - Immer noch halten zehn europäische Mitgliedsstaaten Legehennen in traditionellen Käfigen - trotz des seit 1. Januar geltenden Verbots. Die EU-Kommissin verklagt sie deshalb.

Nach dem Ausbruch der gefährlichen Vogelgrippe H5N8 in Niedersachsen sind zunächst keine weiteren Fälle festgestellt worden. © Mühlhausen/landpixel
Gegen Belgien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Ungarn, die Niederlande, Polen und Portugal hat die EU-Kommission gestern eine mit Gründen versehene Stellungnahme gerichtet. Das ist der letzte Schritt vor Anrufung des Europäischen Gerichthofes.
 
Nach einer zwölfjährigen Übergangszeit müssen seit dem 1. Januar alle Legehennen in ausgestalteten Käfigen gehalten werden. Zum Nachweis der vollständigen Umsetzung der Vorgaben müssen die Mitgliedstaaten belegen, dass alle Betriebe, die bislang nicht ausgestaltete Käfige verwendeten, entweder umgerüstet oder geschlossen wurden.
 
Die Kommission begrüßt die Bemühungen der Mitgliedstaaten, die die Vorschriften inzwischen einhalten. Es sei jedoch ganz entscheidend, dass alle Mitgliedstaaten die Vorgaben vollständig umsetzen, damit Marktverzerrungen und unfairer Wettbewerb vermieden werden.

In Deutschland sind 86 Prozent aller Legehennen in Boden-, Freiland- und Öko-Haltung untergebracht. Damit wird beim Tierschutz europaweit eine Spitzenstellung eingenommen. Mehr dazu lesen Sie hier ...

EU-Tierschutz: Verstoßverfahren werden eingeleitet (23. Januar 2012)

EU-Kommissar John Dalli hat bereits im Januar dieses Jahres angekündigt, gegen Mitgliedsstaaten, die sich nicht an die Vorgaben halten, Verstoßverfahren einzuleiten.
 
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