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Wolf in Mecklenburg-Vorpommern

Kalb gerissen: Wolfsangriff wahrscheinlich

Derzeit leben 46 Wolfsrudel in Deutschland. © Karin Jähne/fotolia
von , am
16.08.2017

Am Sonntag wurde erneut in Mecklenburg-Vorpommern ein Wildtierriss eines Kalbs gemeldet. Nun wird geprüft, ob der Wolf der Verursacher war.

In der Nacht zum vergangenen Sonntag kam es zu einem Übergriff auf ein junges Kalb bei Plöwen im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Das tot aufgefundene Kalb war deutlich befressen und wies Bissspuren am Körper auf. Der Rissgutachter konnte einen Wolfsriss nicht ausschließen.

Es häufen sich derzeit Angriffe auf Kälber

Bereits im Juli gab es eine Wolfsattacke in der Region, sagte Plöwens Bürgermeister Jean Sy gegenüber svz.de. Die Mutterkuhherde konnte jedoch die Wölfe erfolgreich vertreiben. Anfang August wurde ein 500 kg schwerer Ochse in Ludwigslust-Parchim gerissen. Auch hier wird der Wolf als Ursache vermutet. Derzeit werden die Genetikproben untersucht. Soweit ein Wolf als Schadensverursacher nicht ausgeschlossen werden kann, bestehe die Möglichkeit eines Schadensausgleichs seitens des Landes, erklärt das Ministerium

Mit Material von regierung-mv

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

Wolf
Am 7. Januar 2015 begegnete einem Förster in der Nähe von Munster (Niedersachsen) ein achtköpfiges Wolfsrudel. Glücklicherweise hatte er seine Kamera dabei. © R. de Mol
Wolf
Im Juli 2014 wurden zwei Jährlinge des Nochtener Rudels abgelichtet. Das Rudel lebt vorwiegend im Tagebaugebiet Reichwalde in der Oberlausitz. Bei sogenannten Jährlingen handelt es sich um einjährige Jungtiere. © LUPUS/Institut für Wolfsmonitoring und -forschung
Wolf
Einsamer Wolf? Eher nicht - dieser Grauhund stammt vom dem Nochtener Rudel aus der Oberlausitz. Er tappt Ende November 2014 in die Fotofalle. © LUPUS/Institut für Wolfsmonitoring und -forschung
Wolf
Während einer Dienstfahrt anfang Januar 2015 gelang es einer Veterinärbeamtin zwei Wölfe auf einem Feld im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) zu fotografieren. © K. Müller
Wolf
Am 16. Februar 2015 wurde ein gerissenes Damtier am Rand des Segeberger Forstes (Schleswig-Holstein) von einem Jäger aufgefunden. Mit der sofort aufgestellten Fotofalle gelang am 17. Februar der gesicherte Nachweis eines Wolfes. © Bundesforstbetrieb
Wolf
Bei Ressum/Clüversbostel (Niedersachsen) fotografierte Ende März 2015 ein Landwirt einen Wolf. © Gerd Winter
Wolf
2015 Sachsen: Welpen mit Jährling aus dem Nieskyer Rudel © LUPUS
Wolf
11. August 2015: Das Wolfspaar in der Ueckermünder Heide (Mecklenburg-Vorpommern) hat Nachwuchs bekommen. © Foto: WWF
Wolf
7. März 2016: Im nördlichen Landkreis Starnberg ist letzte Woche am Montag ein Wolf fotografiert worden. Die Aufnahme stammt von einer routinemäßigen Kontrolle der automatischen Kamera. Das Tier weist dem Bayerischen Landesamt für Umwelt zufolge wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportionen auf, die es eindeutig von einem Hund unterscheiden. Das Landesamt für Umwelt soll aktuell die Aufnahme auswerten. © BLU
Wolf
Bei der Kontrolle einer automatischen Kamera zur Wildtierbeobachtung im Nationalpark Bayerischer Wald (Landkreis Regen) wurde dieses Aufnahme entdeckt. Das Foto vom 28. Januar zeigt eindeutig einen Wolf: das Tier weist wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportionen auf. © NPVBW
Wolf
Anfang Mai 2016 fotografierte ein Autofahrer diesen Wolf. Es ist der erste Bildnachweis aus Baden-Württemberg. Der Grauhund wanderte auf der Baarhochmulde zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alp. © privat/FVA
Wolf
April 2016: Bei der Kontrolle einer Wildtier-Kamera im Nationalpark Bayerischer Wald (Landkreis Regen) wurde dieses Foto entdeckt. Die Aufnahme vom 17. April zeigt eindeutig einen Wolf: das Tier weist wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportionen auf. © NPVBW
Wolf
Juli 2016: Im Raum Göhrde, Landkreis Lüchow-Dannenberg, konnte das neunte Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen werden. Seit dem Jahr 2015 war dort ein territoriales Paar bestätigt, nun gelang mittels Fotos der Nachweis von mindestens sechs Wolfswelpen. © Gerhard Stark/LJN
Wolfswelpen
September 2016: In der Ueckermünder Heide tappten diese drei Wolfswelpen in die Fotofalle. © Bundesforstbetrieb BImA/Jüttner
4 Wolfswelpen
August 2016: Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide nahm eine Fotofalle diesen Schnappschuss mit 4 Welpen auf. © BFB/Trave/BImA/N. Stier
Wolf mit Waschbär
Dezember 2016: Ein Spaziergänger fotografierte diesen Wolf mit Waschbär-Beute im Maul am Waldrand von Afferde bei Hameln. © Thomas Fietzek
Wölfe
Januar 2017: In der Kalißer Heide tappten diese fünf Wölfe in eine Fotofalle. Die Aufnahme bestätigt nun offiziell die Existenz eines weiteren Wolfsrudels in Mecklenburg-Vorpommern. © Forstamt Kaliß
Wolf auf Feld
Februar 2017: Landwirt Manuel Häusler-Schröder fährt mit seinem Traktor die Straße entlang und entdeckt im Feld neben der Straße einen Wolf, der sich ruhig trabend nähert. Er zückt sein Handy und beginnt zu filmen. Hier finden Sie das Video von der Begegnung mit dem Wolf. © Manuel Häusler-Schröder
Wolf in Wald
Juli 2017: Im Raum Ehra-Lessien, im Landkreis Gifhorn, konnte der Nachweis eines neuen Wolfsrudels in Niedersachsen erbracht werden. Aktuelle Filmaufnahmen zeigen zwei adulte Wölfe mit sieben Welpen. © Moultriecam
Wolf in Fotofalle
28. Juli 2017: Bei der routinemäßigen Auswertung einer Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald wurden drei Wolf-Jungtiere bestätigt, meldet das bayerische Umweltamt. Die Aufnahme stammt vom 28. Juli. Es handelt sich damit um den ersten Nachweis von Jungwölfen in Bayern seit rund 150 Jahren. © Nationalpark Bayerischer Wald
Jungwölfe in Fotofalle
08. August 2017: Für das erste der drei in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel wurde der diesjährige Nachwuchs dokumentiert: Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide bestätigen Fotofallenbilder vier Welpen. Das Lübtheener Wolfsrudel hat seit 2014 jährlich Nachkommen aufgezogen. Das Wolfsmonitoring mit Fotofallen wird vom Bundesforstbetrieb Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) durchgeführt. © Bundesforstbetrieb Trave
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