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Legehennenhaltung

Kampf dem Federpicken

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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
31.10.2017

Bereits seit Anfang 2017 ist das Kürzen der Schnäbel von Legehennen verboten. Doch leider führt das teilweise zu neuen Problemen.

Zum Wohl der Tiere ist das Kürzen des Schnabels in der Legehennenhaltung seit Anfang 2017 verboten ist. Doch durch den intakten Schnabel können beim Federpicken größere Schäden entstehen. Deshalb sind aufgrund des Tierschutzplans Niedersachsen Empfehlungen für Geflügelbetriebe entstanden, die dies verhindern sollen.

Forschung zum Federpicken

Das Forschungsprojekt „Risikoorientiertes Herdenmanagement (RoHm)“ soll prüfen, inwieweit die Empfehlungen in der Praxis umsetzbar sind, wo noch Defizite bestehen und welche Ergänzungen möglicherweise nötig sind.

Das Projekt ist jetzt unter Leitung der Hochschule Osnabrück gestartet. Partner sind die Tierärztliche Hochschule Hannover, der Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband e.V. und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die zum Projekt mehrere Workshops und Infoveranstaltungen organisiert.

Vorreiter Niedersachsen

Dr. Jörg Baumgarte vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz betonte bei der Auftaktveranstaltung in Visbek die Rolle Niedersachsens als Vorreiter für den bundesweiten Ausstieg aus dem Schnabelkürzen. Während der zweijährigen Projektlaufzeit werden insgesamt 30 Hühnerherden von den beiden beteiligten Hochschulen in der Aufzucht und der Legeperiode untersucht.

Aktuelle Erkenntnisse des Projekts sollen auf Workshops und in Webinaren mit Geflügelhaltern und Beratern vorgestellt werden. „Das Projekt fördert den wichtigen Austausch zwischen Landwirten, Beratern, Tierärzten und Wissenschaftlern“ betonte Prof. Dr. Robby Andersson von der Hochschule Osnabrück.

Das zweijährige Projekt wird mit rund 780.000 Euro vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

Mit Material von Landwirtschaftskammer Niedersachsen
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