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Geflügel

Kommt die Kennzeichnungspflicht für Eier in Fertigprodukten?

von , am
07.03.2013

Berlin - Die Kennzeichnungspflicht für Eier in Fertigprodukten rückt näher. Der Agrarausschuss hat einem entsprechenden Antrag zugestimmt, am 22. März steht er auf der Tagesordnung des Bundesrats.

Für wen die Ausnahmeregelung gelten soll ist noch ungeklärt. © landpixel
Was bei Eiern als Reinprodukt längst alltäglich ist, gilt nicht für verarbeitete Produkte: die Kennzeichnungspflicht der Haltungsform. Wer Fertigprodukte wie Nudeln oder Eis kauft die Eier enthalten, kann bislang nicht erkennen, aus welcher Haltungsform die Legehennen kommen.
 
Das soll sich künftig ändern. Der Agrarausschuss hat einem entsprechenden Antrag bereits am Montag zugestimmt, am 22. März entscheidet der Bundesrat darüber.

Verbraucher sollen selbst entscheiden können

Der Antrag, über den am 22. März entschieden wird, bezieht sich auf eine Änderung der Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Ziel ist es, dass bei allen Lebensmitteln in Fertigpackungen, die Eier oder Eiprodukte enthalten, aussagekräftige Angaben zur Haltungsart der Legehennen verpflichtend vorgeschrieben werden. Die erweiterte Kennzeichnung soll unabhängig davon sein, ob die Eier oder Eiprodukte in Deutschland produziert wurden und EU-weit ausgedehnt werden.
 
Der Agrarausschuss schätzt, dass der Anteil verarbeiteter Eier in Lebensmitteln rund 50 Prozent des Gesamtmarktes beträgt. Begründet wird der Antrag mit einem berechtigten Informationsbedürfnis der Verbraucher.
 
Die Bundesregierung hatte eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsform auf verarbeiteten Lebensmitteln im vergangenen Jahr abgelehnt. Als Begründung zog sie den großen bürokratischen Aufwand heran. Außerdem könnten Verbraucher bereits jetzt anhand freiwillig gekennzeichneter Produkte selbst wählen.

KAT: Was steht auf dem Ei

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