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Rechtsverstöße

Kontrolle im Schlachtbetrieb: Das sind die häufigsten Mängel

In NRW wurden bei Kontrollen von Schlachtunternehmen in einem Großteil der Betriebe erhebliche Mängel und Rechtsverstöße beim Arbeitsschutz festgestellt.
am Montag, 19.09.2022 - 15:27 (Jetzt kommentieren)

In Nordrhein-Westfalen kontrollierten die Behörden Schlachtunternehmen. In einem Großteil der Betriebe stellten sie hinsichtlich des Arbeitsschutzs erhebliche Mängel und Rechtsverstöß fest. In vielen Fällen wurden Verfahren eingeleitet.

Mehr als 400 Einsatzkräfte haben Anfang September Betriebe in der Fleischbranche in Nordrhein-Westfalen (NRW) kontrolliert. Laut des nordrhein-westfälischen Arbeits- und Wirtschaftsministerium überprüften sie insgesamt 81 Arbeitgeber in 63 Schlachtbetrieben sowie 1.681 Beschäftigte.

In erster Linie ging es um die Einhaltung des Arbeitsschutzes, aber auch die Gemeinschaftsunterkünfte wurden unter die Lupe genommen.

Defizite beim Arbeitsschutz auf zwei Drittel der Schlachthöfe

Die Behörden stellen in zwei Drittel der Betriebe Defizite hinsichtlich des Arbeitsschutzes fest. Dabei ging es unter anderem um folgende Verstöße:

  • Die Mitarbeiter verwendeten beschädigte oder nicht vollständig zusammengebaute Maschinen.
  • Teilweise fehlten Sicherheitsabdeckungen an Maschinen.
  • Die Stapler waren beschädigt.
  • Ein grundsätzliches Problem waren auch abgenutzte Messer.
  • Die Kontrolleure stellen in fast allen Betrieben Mängel bei der Lagerung von Gefahrenstoffen fest.

Überwiegend stellten sie in den kleineren Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten häufige und schwerwiegende Mängel fest.

Verfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne eingeleitet

In 46 Fällen mussten die Bediensteten der Zollverwaltung zudem Verfahren einleiten. 61 Sachverhalte würden demnach noch geprüft. In 30 Fällen seien möglicherweise Mindestlöhne nicht gezahlt worden.

Mit Material von ARD und WDR

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