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Wolf

Landwirt stellt ersten Antrag auf Wolfsentnahme

Wolf auf Raubzug
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Eva Eckinger , agrarheute
am
18.01.2018

Ein Landwirt aus Brandenburg hat erstmals einen Antrag auf Entnahme eines Wolfsrudels gestellt. Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen kam es auf seinen Weiden immer wieder zu Tierverlusten.

Wie die Lausitzer Rundschau (LR) berichtet, hat ein Landwirt aus Potsdam-Mittelmark in Brandenburg einen Antrag auf Entnahme eines Wolfsrudels beim Landesumweltamt gestellt. Ihm seien trotz der von der Wolfsverordnung vorgegebenen Schutzmaßnahmen immer wieder Rinder auf der Weide gerissen worden. Der Antrag liege der Zeitung vor, so die LR.

Nun stehe Brandenburgs Wolfsverordnung also vor ihrem ersten Praxistest, so CDU-Landtagsabgeordneter Dieter Dombrowski.

Wolfsrisse trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen

Der betroffene Landwirt habe laut Schweriner Volkszeitung (svz) einen Mutterkuhbetrieb mit 200 Tieren und schütze sich durch alle von der Wolfsverordung als zumutbar eingestuften Maßnahmen, wie zum Beispiel 5-litzige Elektrozäune.

Auf dem Betrieb kümmere man sich laut svz um "permanente Pflege und Freihaltung der bodennahmen Litze". Auch Geburtsreste, die Raubtiere anlocken könnten, werden sorgfältig beseitigt.

Antrag auf Tötung oder Umsiedlung der Wölfe

Doch all diese Maßnahmen halfen nichts. Es komme weiterhin zu Tierverlusten und der Landwirt sei inzwischen in Existenznot geraten, erklärte er gegenüber der svz. Im Detail handelt es sich um das sogenannte Dobbrikower Wolfsrudel. Falls dem Antrag stattgegeben wird, würden die Wölfe entweder erlegt oder umgesiedelt, berichtet die LR. Am Nachmittag wird sich auch der Potsdamer Landtag mit dem Thema Wolf beschäftigen.

Die Erfolgsaussichten des Antrags werden jedoch als gering eingeschätzt.

Mit Material von Lausitzer Rundschau, Schweriner Volkszeitung
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