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Geflügel

Landwirte mästen soviel Geflügel wie nie zuvor

von , am
21.03.2012

Bonn - Landwirte in Deutschland haben 2011 nochmals um 2,5 Prozent mehr Geflügel produziert als 2010. Die Bruttoeigenerzeugung stieg auf 1,66 Millionen Tonnen.

Die Geflügelfleischproduktion hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zugelegt. © Mühlhausen/landpixel
Nie zuvor wurde so viel Geflügel in Deutschland gemästet. Dies ergab die aktuelle zwischen BLE und MEG abgestimmte Berechnung zur Versorgung des deutschen Marktes mit Geflügel. Der Geflügelfleischverbrauch wuchs 2011 nochmals, und zwar pro Einwohner um 200 Gramm auf 18,9 Kilo. Die Exporte von Geflügelfleisch haben in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt, noch wird aber mehr Ware importiert.
 
Trotz hoher Fleischimporte errechnet sich ein Selbstversorgungsgrad von 107,7 Prozent, da sich dieser aus der Relation von Verbrauch und Bruttoerzeugung berechnet. Die exportierten lebenden Tiere werden also mit berücksichtigt.

Hähnchenmarkt treibt Wachstum

Die Versorgungsbilanz für Hähnchen wurde aus der offiziellen vorläufigen Bilanz zu "Hühnerfleisch" abgeleitet. Die Nettoerzeugung von Hähnchen wuchs demnach 2011 um 6,4 Prozent auf rund 860.000 Tonnen. Das ergibt einen um 3,2 Prozent größeren Inlandsverbrauch, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 11,2 Kilo entspricht - 400 Gramm mehr, als die korrigierten Daten für 2010 ergeben haben.
 
Der Gesamtverbrauch von Putenfleisch fiel 2011 mit 487.300 Tonnen um 2,4 Prozent hinter das Vorjahresvolumen zurück. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 6,0 Kilo - 100 Gramm weniger als 2010.
 
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