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EU-Bürgerinitiative

Mehr als 1,4 Mio. Unterschriften gegen Kastenstand- und Käfighaltung

Sauen in Kastenständen
am
05.09.2019
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Innerhalb eines Jahres hat die Europäische Bürgerinitiative mehr als 1,4 Mio. Unterschriften gegen die Kastenstand- und Käfighaltung gesammelt.

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Käfighaltung jetzt beenden“ hat innerhalb eines Jahres offenbar mehr als 1,4 Millionen Unterschriften gesammelt und damit eine Woche vor dem Stichtag am 11. September das notwendige Anzahl an Stimmen von 1 Million Unterstützern deutlich erfüllt. Das teilte die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ gestern in Hamburg mit. Sie verwies zudem darauf, dass gut ein Drittel der gesammelten Unterschriften aus Deutschland stamme. Neben Vier Pfoten wird das Bündnis unter anderem vom Deutschen Tierschutzbüro und der Verbraucherorganisation foodwatch unterstützt; insgesamt gehören mehr als 170 Einzelorganisationen aus der EU dem Bündnis an.

Verbot von Kastenstand- und Käfighaltung gefordert

Ziel der Kampagne ist es, die Haltung von Nutztieren in Käfigen zu beenden. Gefordert wird ein striktes Untersagen der Käfighaltung von Legehennen, Junghennen, Mastelterntieren, Legeelterntieren, Wachteln, Enten und Gänsen sowie von Kaninchen. Darüber hinaus fordert die Bürgerinitiative aber auch das Verbot der Kastenstandhaltung von Sauen sowie von Abferkelbuchten als auch von Kälbereinzelboxen.

EU-Kommission muss Vorschlag prüfen

Eingeführt wurde die Möglichkeit der EBI mit dem EU-Vertrag von Lissabon. Nach erfolgreicher Bürgerinitiative ist die Europäische Kommission gehalten, deren Forderungen unverzüglich zu veröffentlichen und die Organisatoren auf angemessener Ebene zu empfangen, damit diese die Einzelheiten ihres Antrags erläutern können. Zugleich sind die Forderungen von der Behörde rechtlich binnen drei Monaten zu prüfen.

Neben einem Meinungsaustausch mit Vertretern der EU-Kommission erhalten die Organisatoren auch die Gelegenheit, die Initiative bei einer öffentlichen Anhörung im Europaparlament vorzustellen. Schließlich hat die Kommission darüber zu entscheiden, ob sie einen entsprechenden Vorschlag vorlegt. Verpflichtet ist sie dazu allerdings nicht.

Mit Material von AgE

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