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Geflügel

Merkblatt für den Einsatz von Aminosäuren

von , am
20.08.2012

Beim Einsatz von Aminosäuren im Futter müssen Landwirte besondere Anforderungen erfüllen. Deshalb hat der Deutsche Bauernverband jetzt ein Merkblatt für den Einatz von Futter-Zusatzstoffen erarbeitet.

Im vergangenen Jahr stieg die Bruttoerzeugung von Geflügelfleisch um neun Prozent. © agrar-press
Der Einsatz von Aminosäuren im eigenen Betrieb kann bei Mastgeflügel, Ferkeln, und Mastschweinen als Ergänzung der Eiweißversorgung wirtschaftlich sinnvoll sein. Vorausraussetzung ist jedoch, dass ein Betrieb alle Anforderungen an ein professionelles Futtermittelmanagement erfüllt. Dabei muss ein Tierhalter die Anforderungen an die Verarbeitung von Zusatzstoffen, wie industrielle Futtermittelhersteller, nach dem Futtermittelrecht erfüllen, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit.

Zusätzliche Anforderungen beim Einsatz von Aminosäuren

Landwirte sind als Futtermittelprimärerzeuger nach der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 zunächst von den weitreichenden Vorgaben des HACCP-Konzeptes (Hazard Analysis and Critical Control Points, Gefahrenanalyse) der industriellen Futtermittelhersteller befreit. Beim Einsatz von Aminosäuren müssen sie jedoch die zusätzlichen Anforderungen für den Einsatz von Futtermittelzusatzstoffen erfüllen (Art. 5 Abs. 1, Anhänge I und III). Somit ist eine einzelbetriebliche Gefahrenanalyse zu erstellen. Es sind bestimmte Anforderungen an die Mischtechnik und die Lagerhaltung einzuhalten sowie Kontroll- und Dokumentationspflichten zu erfüllen.
 
Dafür hat eine Arbeitsgruppe des DBV und des Verbandes der Landwirtschaftskammern (VLK) in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein "Merkblatt zum Einsatz von Futtermittel-Zusatzstoffen im landwirtschaftlichen Betrieb - Aminosäuren" verfasst.
 
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