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Geflügel

Mindestlohn: Geflügelbranche will Tarifvertrag

von , am
02.09.2013

Berlin - Der Bundesverband der Geflügelschlachtereien will einen tariflichen Mindestlohn. Man werde "zeitnah" mit der Gewerkschaft NGG über einen entsprechenden Tarifvertrag sprechen.

Bislang dürfen die geschlachteten Tiere in der EU nur mit Trinkwasser gesäubert werden. © Mühlhausen/landpixel
Die Unternehmen der Geflügelschlachtung und der Geflügelfleischzerlegung begrüßen ausdrücklich die Vereinbarung eines tariflichen Mindestlohns. Die Geflügelfleischunternehmen, organisiert im Bundesverband der Geflügelschlachtereien (BVG) wollen zeitnah mit der Gewerkschaft NGG über einen Tarifvertrag zur Vereinbarung eines tariflichen Mindestlohns verhandeln.
 
Dieser Tarifvertrag soll über das Arbeitnehmerentsendegesetz allgemeinverbindlich erklärt werden und so verbindlich für alle Unternehmen der Geflügelschlachtung und -zerlegung gelten. Dies würde dann alle Arbeitnehmer, die im Rahmen eines Werkvertrages oder der Leiharbeit in deutschen Betrieben arbeiten, betreffen.

Noch mehrere Hürden

Tarifträger der Tarifgemeinschaft sollen die Arbeitgeberverbände der Ernährungsindustrie sein. Um hier die notwendige Vertretungsbefugnis zu haben, erklärten maßgebliche Unternehmen der Geflügelschlachtung und -zerlegung sich dazu bereit, Gespräche mit den Arbeitgeberverbänden zum Erwerb einer Mitgliedschaft zu führen.
 
In der Tarifkommission werden Vertreter der Geflügelfleischwirtschaft mitarbeiten.

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